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MOUNTAINBIKE: Zwei Geschwister, ein Ziel

Noah und Ronja Blöchlinger aus Heiden gehören zu den stärksten Schweizern ihrer Altersklasse. Sie wollen gemeinsam an die Weltmeisterschaften in der Lenzerheide.
Lukas Pfiffner
Noah Blöchlinger, Vierter an den Schweizer Meisterschaften 2017 in Montsevelier. (Bild: PD)

Noah Blöchlinger, Vierter an den Schweizer Meisterschaften 2017 in Montsevelier. (Bild: PD)

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

Wir brauchen eine Lizenz bei einem Club», sagen Ronja und Noah Blöchlinger. Vor einer Woche haben sie an der Hauptversammlung ihres Clubs RV Altenrhein teilgenommen. Der Verein hat für die beiden Heidler im Alltag allerdings geringe Bedeutung. Die sportlichen Leiter in den Rennteams, ihr persönlicher Trainer Tobias Hollenstein, die Funktionäre in den Nationalteams prägen die Belange in Trainings und Wettkämpfen. Bei Ronja kommt mit der Sportschule Appenzellerland ein weiterer Faktor im Umfeld dazu – unter anderem mit der Absolvierung von Trainingseinheiten in Kraft, Athletik und Polysport.

Ronja, Jahrgang 2001, fährt neu für das Team Bulls-Auerpower und besucht die Fachmittelschule in Trogen. Nebst dem Unterricht ist ihre Woche stark vom Sport geprägt. «Ab und zu habe ich schon noch Zeit für Anderes, zum Beispiel zum Klavierspielen.» Vor kurzem hielt sie sich für zwei Wochen mit dem Nationalteam am Gardasee auf. Ihre Rennsaison beginnt am 18. März in Cittiglio/I auf der Strasse. In ihrem Alter sei es üblich, dass vielseitig geplant werde und der eine oder andere Einsatz auf der Strasse stattfinde. 2017 war der Gewinn der Goldmedaille an der Jugend-Olympiade in Ungarn das herausragende Erlebnis – im Zeitfahren auf der Strasse. «Im Grundsatz bin ich weiter Mountainbikerin. Das ist meine Leidenschaft», sagt die U19-Fahrerin.

Der Weltcupstart erfolgt in Südafrika

Noah, Jahrgang 1996, fährt seit einem Jahr für Fischer-BMC. Der gelernte Koch ist in der Entfeuchtungstechnik-Firma seines Teamchefs angestellt und kann sich faktisch auf den Sport konzentrieren. «Im Alltag ist alles aufs Biken abgestimmt.» Mitte Februar kam er von einem einmonatigen Aufenthalt in Gran Canaria zurück. Die Bedingungen mit Temperaturen von 25 Grad seien da auch im Winter sehr gut. In diesen Tagen ist er in Zypern unterwegs mit dem Start am «Sunshine Cup»; der folgende und wichtigere Renntermin ist der Weltcup-Start in Stellenbosch (Südafrika) am 10. März. In der vergangenen Saison hat Noah in Val di Sole erstmals einen Top-20-Platz an einem Weltcuprennen geschafft. Zu den Höhepunkten von 2017 zählte auch der vierte Platz an den Schweizer Meisterschaften. «Mit zehn Sekunden Rückstand auf einen Podestplatz.» Konsequent geht er nun sein letztes U23-Jahr an.

Der Geschmack und die Inspiration

Der Vater fragte einst den Primarschüler Noah, ob er Lust habe, am Thaler Volks-Bikerennen teilzunehmen. «Da kam ich auf den Geschmack.» Die erste Saison habe er in Trainerhosen bestritten. Die Schwester erzählt: «Ich liess mich von Noah inspirieren. Und wir hatten in der Familie lange kein Auto.» Sie seien früh gewohnt gewesen, mit dem Velo unterwegs zu sein. Als Fünfjährige nahm sie erstmals an einem Bike-Rennen teil und gewann, «weil es in der Kategorie U7 kein anderes Mädchen gab». Das waren die Anfänge. Wohin ihr sportlicher Weg führt? Für beide sind die Weltmeisterschaften in der Lenzerheide vom September eines der grossen Ziele für 2018. Können sie die Resultate des vergangenen Jahres bestätigen, ist eine Teilnahme realistisch.

Ohne Auto geht es nicht mehr. Der Sohn fährt selber, Ronja wird oft vom Vater begleitet. Dieser erledigt auch Arbeiten im Management-Bereich. Zum Beispiel hilft er bei der Terminkoordination und der Sponsorensuche. «Ich bin da hineingerutscht und mache es gerne», sagt Marcel Blöchlinger. Die Dimensionen seien gewachsen – geografisch und überhaupt. Aus dem Hobbyfahren ist eine gewissenhafte Aktivität geworden, aus dem Familienerlebnis die Zugehörigkeit zu Renngruppe und Nationalteam.

Auf ihrer Website bbikers.ch nennen die Geschwister aus Heiden Aufstiege als Stärken. Hängt dies mit der Topografie des Vorderlandes zusammen? «Das kann sein», meinen sie. Noah relativiert nach kurzem Nachdenken: «Ich wohne neu mit einem Kollegen in Gossau. Deswegen hat sich mein Fahrstil nicht geändert.»

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