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MOTOCROSS: Fliegende Steine

Das 56. Ostermontag-Motocross in Frauenfeld bot Motorsport bei besten Bedingungen. Auch einige Toggenburger kämpften vor den 4200 Zuschauern um Ruhm und Ehre.
Fränzi Göggel

Fränzi Göggel

redaktion@toggenburgmedien.ch

Im Fahrerlager stehen sie mit ihren kleinen Campern beieinander, sie fahren gemeinsam zum Trainieren, im Winter auch bis nach Italien. Sie, das sind Philip Oberholzer, 26-jährig aus Dietfurt, Silvio Keller, 26-jährig, und Yanick Raschle, 23-jährig, beide aus Hemberg. Alle drei fahren mit einer Tageslizenz zum ersten Mal in der MX2-Schweizer-Meisterschaft. In ihrem normalen Motocross-Leben fahren die Jungs in tieferen Klassen. Bescheiden sind daher ihre Ziele, nicht überrundet zu werden. Vater Oberholzer relativiert sofort: «Ei Rundi wirsch verlüüre», prognostiziert er seinem Sohn.

Abbruch und Neustart

Im ersten Lauf kommt Silvio Keller (KTM) als 18. aus der ersten Runde, als 25. folgt Philip Oberholzer (Yamaha) und als 28. Yanick Raschle (Yamaha). Die Platzierungen ändern sich im Laufe des Rennens nicht gross, nach halber Renndistanz fährt Philip Oberholzer ein einsames Rennen. Kein Gegner vor ihm, keiner hinter ihm. Im Ziel haben die drei Toggenburger eine Runde Rückstand, genau wie es Vater Oberholzer voraussah. Silvio Keller verletzt sich im ersten Lauf durch einen fliegenden Stein an der Nase. Diese blutet stark, ihm wird schwindlig. Dem nicht genug verdreht sich Yanick Raschle den Fuss. «Nur unter Biegen und Brechen hätte ich zum zweiten Lauf starten können», erzählt der Sportler. Beide Kollegen traten nicht mehr an.

Der Tessiner Martino Ierace (Honda) stürzt zu Beginn des zweiten Laufes nach einem Sprung schwer. Um die sichere Bergung des Fahrers zu gewährleisten, entschied sich die Rennleitung für die Rega. Das Rennen wurde abgebrochen und später neu gestartet.

Philip Oberholzer verbessert sich um einen Rang und wird 25. «Ich hatte Respekt vor den Sprüngen, wills eso gluftet het. Aber es war ein tolles Erlebnis. Da in der MX2 schneller gefahren wird als im Yamaha Cup, wo ich normalerweise starte, wurde ich auch schneller. Zudem waren die Rennen fünf Minuten länger, ich konnte meine Kräfte gut ­einteilen. Dies wäre mir vielleicht nicht gelungen, hätte ich mehr direkte Kämpfe gehabt», schwärmt er von seinem Rennen. Seine aufsteigende Form be­stätigt der Lütisburger Nico Seiler (KTM). Er wiederholt seine starken Leistungen von Wohlen und Payerne und platziert sich im Tagesklassement auf dem ­hervorragenden 12. Rang. Im ­Tagesklassement der Kategorie Lites 250 belegt David Hess ­(Yamaha) aus Schwellbrunn den 25. Rang.

Publikumsnahe Überraschungsgäste

Zur Freude der Zuschauer mischte sich der Bülacher Jeremy Seewer, Motocross-Vizeweltmeister 2016 und aktuell Führender in der laufenden MX-Weltmeisterschaft, unter das Publikum und gab Interviews und Autogramme. Noch mehr staunten die Motocross-Fans, als Dominic Aegerter im Feld der Swiss MX Open auftauchte. Der GP-Pilot löste spontan eine Tageslizenz und fuhr trainingshalber mit. Aegerter (Honda) hielt sich beachtlich und belegte die Ränge 22 und 15, was ihm im Tagesklassement den 17. Rang einbrachte.

Privat auf Platz waren die schnellen Brüder Cyrill und Adrian Scheiwiller aus Ulisbach. ­Cyrill brach sich im Wintertraining in Italien mehrfach den Unterarm und zog sich eine Gehirnerschütterung zu. «Ich bin noch nicht gefahren dieses Jahr und somit nicht parat», erklärt er. Auch Adrian ist nach dem Bruch zweier Rückenwirbel im Frühling 2016 noch nicht fit, um ein Rennen zu bestreiten. Mitte Jahr, hoffen sie, sind sie zurück auf dem Rennplatz.

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