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MOTIV UNKLAR: Beleuchtungsklau bei Kirche Wattwil: 17-Jähriger hat die Tat zugegeben

Die reformierte Kirche rechnete schon mit einem finanziellen Schaden im fünfstelligen Bereich, doch nun sind die gestohlenen Beleuchtungskörper wieder aufgetaucht. Verantwortlich für die Tat ist ein Teenager.
Ruben Schönenberger
So leuchtete die Kirche in Wattwil nur kurz. Die Beleuchtungskörper wurden kurz nach dem Start der Aktion gestohlen. (Bild: PD)

So leuchtete die Kirche in Wattwil nur kurz. Die Beleuchtungskörper wurden kurz nach dem Start der Aktion gestohlen. (Bild: PD)

Plötzlich lag die reformierte Kirche Wattwil im Dunkeln. Ende Oktober des vergangenen Jahres klauten Diebe insgesamt acht Beleuchtungskörper, mit denen die Kirche grün hätte angestrahlt werden sollen. Die Polizei tappte erst genauso im Dunkeln wie die Kirchgemeinde Mittleres Toggenburg. Nun sind die sogenannten LED-Fluter aber wieder aufgetaucht. «Wir konnten die Beleuchtungskörper dank am Tatort gefundener Spuren ausfindig machen», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Beschuldigt wird ein 17-Jähriger aus der Region, der die Tat zugegeben habe und sich nun vor der Jugendanwaltschaft Uznach verantworten müsse. «Das Motiv wird sich in den weiteren Befragungen zeigen», sagt Krüsi.

Dass die Polizei die Beleuchtungskörper gefunden hat, freut auch die reformierte Kantonalkirche des Kantons St. Gallen. Diese haftete nämlich finanziell für die verschwundenen Scheinwerfer, deren Neuwert bei rund 14000 Franken liegt. Die Schadensumme hatte die Kirche der Beleuchtungsfirma bereits bezahlt. Diesen Betrag hat sie nun aber wieder zurückerhalten, wie Herbert Weber, Zentralkassier der Kantonalkirche, bestätigt. Dies wurde möglich, weil die LED-Fluter bereits wieder im Besitz der rechtmässigen Eigentümer sind. Heinrich Zweifel, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, ist ebenfalls froh: «Die ‹Leuchtenden Kirchen› waren eine erfolgreiche Aktion und wir sind nun sehr erleichtert, dass kein finanzieller Schaden entstanden ist.»


Grünes Licht als Veranstaltungshinweis

Auch die Kirche in Lichtensteig wurde im Rahmen der Aktion angestrahlt. Hier blieben Zwischenfälle aus. (Bild: Urs M. Hemm)

Auch die Kirche in Lichtensteig wurde im Rahmen der Aktion angestrahlt. Hier blieben Zwischenfälle aus. (Bild: Urs M. Hemm)

Ohnehin wird die Aktion «Leuchtende Kirchen» als Erfolg gewertet. Zwei Wochen lang wurden die drei Kirchen der Gemeinde angestrahlt – auch für Wattwil konnte eine Ersatzlösung mit geringerer Strahlkraft organisiert werden. So wurde auf die Zukunftskonferenz am 11. November hingewiesen. Gegen 80 Personen haben daran teilgenommen.

Nach der Sichtung aller Ideen hat die Kirchgemeinde die weiteren Schritte beschlossen. Am Freitag, 16. März, findet in der Kirche Wattwil um 18 Uhr ein Kickoff-Anlass für konkrete Projekte statt. «Wir wollen den Schwung der Zukunftskonferenz beibehalten und entstandene Ideen zur Umsetzung bringen», sagt Präsident Zweifel. An diesem sollen sich Arbeitsgruppen zu Projektthemen bilden, zum Beispiel zu den Themen «Treff für Armutsbetroffene», «Jugend im Gottesdienst», «Neues Gemeindehaus» oder «Gastfreundliche Kirche werden».


Vielfältig einsetzbares Gemeindehaus

Auch in Krinau kam es in den 14 Tagen der Aktion "Leuchtende Kirchen" zu keinem Zwischenfall. (Bild: PD)

Auch in Krinau kam es in den 14 Tagen der Aktion "Leuchtende Kirchen" zu keinem Zwischenfall. (Bild: PD)

«In den Arbeitsgruppen soll man laut denken können und sie sollen Lust machen, Zukunftsideen zu entwickeln», sagt Zweifel. Mit der Frage nach einem vielfältig einsetzbaren Gemeindehaus komme aber auch ein Thema auf den Tisch, das die Kirchgemeinde schon lange beschäftige, sagt Zweifel. Bei solchen Aufgaben hoffe man, einige Schritte weiterzukommen. In einer weiteren Zusammenkunft im September werden die Resultate vorgestellt. Der Kick-off-Anlass ist öffentlich, die Teilnahme an der Zukunftskonferenz von vergangenem November ist keine Voraussetzung.

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