Mosnanger Radballer reisten weit – Rückkehr nach starker Leistung

RADBALL. Beim internationalen Radball-Jugendturnier im deutschen Bilshausen verpassten Rafael Artho und Björn Vogel den Turniersieg ganz knapp. Nach starken Leistungen dürfen sie mit dem zweiten Platz aber zufrieden sein.

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Siegerehrung mit den beiden Mosnangern, die den zweiten Rang belegten. (Bild: pd)

Siegerehrung mit den beiden Mosnangern, die den zweiten Rang belegten. (Bild: pd)

RADBALL. Beim internationalen Radball-Jugendturnier im deutschen Bilshausen verpassten Rafael Artho und Björn Vogel den Turniersieg ganz knapp. Nach starken Leistungen dürfen sie mit dem zweiten Platz aber zufrieden sein.

Spannung pur

In Bilshausen, das im deutschen Bundesland Niedersachsen liegt, waren zehn starke Teams am Start. Weil im Schönbuch, aus dem Juniorennationalkader Deutschlands, Zscherben und Grosskoschen, die schon häufiger in Endspielen der deutschen Meisterschaft standen, dazu der Gastgeber mit einer ganz jungen Mannschaft. Im weiteren waren Ilfeld, Müchlen und Nordshausen dabei. Alles Topteams aus dem Norden. Nicht nur die Spieler waren top, auch die Trainer. Eberstadt, Zscherben und Sangerhausen stellten Trainer, die schon Weltmeister geformt hatten. Die weiteste Anreise hatte der RMV Mosnang mit 600 Kilometern zurückzulegen. Für die Alttoggenburger waren Rafael Artho und Björn Vogel am Start. Das sie die Reise nicht zum Spass gemacht haben, zeigten sie ab dem ersten Spiel, in dem sie konzentriert gegen Langenwolschendorf antraten. Nach einer Steigerung in der zweiten Halbzeit gewannen sie mit 4:2 und sicherten sich die ersten drei Punkte. Gegen Grosskoschen ging man schnell mit 2:0 in Führung und war frühzeitig siegessicher, zu früh. Die Deutschen kämpften sich zurück, erzwangen Fehler der Mosliger und lagen plötzlich mit 4:2 vorne. Die zwei Schweizer konnten dann wieder ausgleichen, verloren am Ende aber mit 5:6. Der Frust war gross, und mit einer grossen Portion Wut ging man ins Spiel gegen Ilfeld. Die Norddeutschen konnten machen was sie wollten, Mosnang waren einfach besser und gewann mit 6:2. Keine Geschenke gab es auch für den Gastgeber – klarer 4:0-Sieg. Somit qualifizierte man sich für die Halbfinals. Dort traf der RMV Mosnang auf Zscherben. In einem packenden Fight schenkten sich die beiden Teams nichts und boten eine Spitzenpartie. Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt, als die Entscheidung im Viermeterschiessen fiel.

Dort war es Björn Vogel vorbehalten als Sieger hervorzugehen. Zuerst verwandelter er den zehnten Viermeter zur 6:5-Führung, dann behielt er im Tor die Nerven und hielt den Versuch der Deutschen.

Das Endspiel erreicht

Das Endspiel lautete somit Mosnang – Weil im Schönbuch. Nun hinterliessen die Anstrengungen Spuren. Bei Halbzeit lagen die Deutschen mit 3:2 vorne.

Die Aufholjagd nach dem 1:3-Rückstand hatte viel Kraft gekostet, nun fehlte diese, um in der zweiten Halbzeit das Spiel zu drehen. So gewann Weil im Schönbuch knapp, aber sicher nicht unverdient mit 4:3 und ging somit als Turniersieger hervor. Die Mosliger waren enttäuscht, freuten sich bei der Siegerehrung aber doch über die gezeigte Leistung. (pd)