Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MOSNANG/BÜTSCHWIL-GANTERSCHWIL: Freiwillige unterstützen Asylsuchende beim Einleben

Einheimische und «Zweiheimische» gehen ein Stück Lebensweg gemeinsam, indem sie sich für einander interessieren und dabei ihren Horizont erweitern. «Zäme-Wachse» heisst das Projekt, welches seit Juli 2016 umgesetzt wird.

Freiwillige Begleiterinnen und Begleiter nehmen innerhalb der Gemeinden Mosnang und Bütschwil-Ganterschwil regelmässig Kontakt mit asylsuchenden Einzelpersonen oder Familien auf, welche neu zugezogen sind.

Die Katholischen und Evangelischen Kirchgemeinden des Unteren Toggenburgs stehen als Trägerschaft hinter dem Projekt. Das Ziel ist ein gutes Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten. Die freiwilligen Begleitpersonen unterstützen die Asylsuchenden, welche zurzeit aus Eritrea, Afghanistan oder Irak kommen. Das Einleben vor Ort soll für die Zugewanderten erleichtert werden, indem unter anderem ganz handfeste Dinge wie das Funktionieren eines elektrischen Kochherdes oder einer Waschmaschine erklärt wird. Familien sind oft froh, wenn sie bei schulischen Fragen neben den Lehrpersonen eine zusätzliche Ansprechperson haben. Um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, ist das Erlernen der deutschen Sprache wichtig. Einzelne freiwillige Begleitpersonen unterstützen die Neuangekommenen bei den Hausauf­gaben für den Deutschkurs, vermitteln zum Mitmachen in Sportvereinen oder ermöglichen den Kontakt zu den Nachbarn. Bei allen Begleitungen ist es wichtig, dass die Asylsuchenden mit Einheimischen den Kontakt pflegen und so kein isoliertes Leben führen müssen. Aus diesem Grund wurden seit Beginn auch Freizeitangebote wie Wandern, Velo fahren, Spielen und mehrere Treffen international angeboten. Kürzlich wurde das Projekt von fünf Studierenden der Fachhochschule St. Gallen in einem Praxisbegleitprojekt unter die Lupe genommen. Ein ausführlicher Projektbericht der angehenden Sozialarbeiterinnen und ­Sozialarbeiter wurde den Verantwortlichen ausgehändigt. An-hand von Interviews mit den Asylsuchenden, den freiwilligen Begleitpersonen und den Vertreterinnen der Sozialämter konnten Informationen zur Umsetzung des laufenden Projektes gewonnen und dessen Wirksamkeit für die Beteiligten aufgezeigt werden. Insgesamt wurde «Zäme-Wachse» als hilfreiches Angebot eingestuft, welches einen wertvollen Beitrag zum guten Zusammenleben aller leistet. Bei der Präsentation waren auch Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Projektes enthalten.

Die Projektleitung durfte mit Zufriedenheit feststellen, dass die freiwilligen Begleitpersonen ihre Aufgabe auf ihre je individuelle Weise bestens erfüllen und die Asylsuchenden gute Kontakte mit ihnen pflegen. Der eigentliche Gewinn der Beteiligten ist die wachsende Beziehung, welche nicht gemessen und nur schwer in Wort zu fassen ist. Es ist jedes Mal ein kleines Wunder, das nicht voraussehbar ist. Es passiert immer wieder da, wo Menschen mit möglichst wenig Vorurteilen aufeinander zugehen und sich für das Gegenüber offen und ehrlich interessieren. Die Hürde mit dem unterschiedlichen sprachlichen und kulturellem Hintergrund ist dabei überwindbar.

Weitere Auskünfte erteilt Projektleiterin Sylvia Suter unter 071 983 11 64.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.