MOSNANG: Turbulente Teenagerzeit

Die Pubertät ist für die Jugendlichen und die Eltern ein Prozess, der schwierig sein und Unsicherheiten auslösen kann.

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Im Oberstufenzentrum in Mosnang fand neulich ein Vortrag der Elternbildung Mosnang zum Thema «Pubertät -Tanz der Hormone» statt. Eingeladen wurde Prisca Walliser, Sexualpädagogin und Hebamme. Sie ist in Mosnang aufgewachsen und konnte vor zahlreichem Publikum aus einem reich gefüllten Erfahrungsschatz plaudern. Während zwölf Jahren hat sie Kinder und Jugendliche im Rahmen von sexualpädagogischem Unterricht begleitet und weiss, was diese beschäftigt. Daneben führt sie eine Praxis für Sexualberatung in St. Gallen und Gais und ist Lehrbeauftragte für Sexualpädagogik an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen PHSG.

Mehrere Antworten für den Begriff Pubertät

Was beschäftigt Jugendliche im Zusammenhang mit den körperlichen Veränderungen und der neu erwachenden Sexualität? Wie aufgeklärt sind die heutigen Jugendlichen wirklich? Welche Informationsquellen nutzen sie? Welche Bedeutung haben Eltern in diesem Prozess des Umbruchs und Aufbruchs. Kompetent und in erfrischend offener Sprache beantwortete Prisca Walliser während eineinhalb Stunden vor den vielen Gästen diese offenen Fragen. Versucht man das Wort Pubertät zu definieren, so findet man mehrere Antworten. Im Duden stösst man auf den Begriff «Pubes, gleich Scham -die Zeit, in der man sich schämt». Im lateinischen Sprachgebrauch (pubertas gleich Mannbarkeit) ist die Zeitspanne der körperlichen geschlechtsreife und der psychischen Entwicklung beschrieben. Oder eine eher witzige Definition, die von Jugendlichen kommen könnte: «Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen, komisch zu werden».

Jugendliche und Kinder brauchen Leitplanken

Medien gewinnen im Zusammenhang mit «sexueller Bildung» zunehmend an Bedeutung. Neue pädagogische Herausforderungen kommen auf die Eltern und auf die Gesellschaft zu. «Die beste Prävention mit diesen neuen medialen Einflüssen umgehen zu können, ist nach wie vor eine altersgerechte, natürliche Aufklärung durch die Eltern und durch die Schule», sagt Walliser.

Kinder brauchen in diesem Prozess des Umbruchs Leitplanken. Daneben ist es aber auch wichtig, die Kinder immer wieder anhand ihrer Stärken und Schwächen zu loben und motivieren. Besteht doch in dieser, zum Teil sehr turbulenten Teenagerzeit, nebst der psychischen und physischen Veränderung, auch noch der hohe Anspruch der Schule, Berufswahl und Lehrstellensuche. Prisca Walliser wurde an der Veranstaltung vom Publikum mit herzlichem Applaus und seitens der Elternbildung Mosnang mit einem «Mosliger-Geschenkkörbli» verdankt. (pd)

Am 18. Januar 2018 findet wiederum ein Elternbildungs-Anlass von Prisca Walliser in Mosnang zum Thema «Wie sag ich‘s meinem Kinde: Sexualaufklärung leicht(er) gemacht» statt. Dieser richtet sich an Eltern von Kindern des ersten Kindergartens und bis zur 4. Klasse. Der Vortrag ist öffentlich und kostenlos. Link: www.mosnang.ch/Schule/Aktuelles/Elternbildung.