Mosnang senkt den Steuerfuss

Mit einem deutlichen Ja-Anteil genehmigten die Mosnanger Stimmbürger am Montagabend den Voranschlag 2018. Zudem gaben sie grünes Licht für die Sanierung des Sägestichs und eines Abschnitts auf der Strasse von Dreien nach Nothüsli.

Sabine Schmid
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Der Landfrauenchor Mosnang stimmte die Bürger musikalisch auf die Budgetversammlung ein. (Bild: Sabine Schmid)

Der Landfrauenchor Mosnang stimmte die Bürger musikalisch auf die Budgetversammlung ein. (Bild: Sabine Schmid)

Sabine Schmid

sabine.schmid

@toggenburgmedien.ch

Sie würden eine Bürgerpflicht wahrnehmen und gleichzeitig ihre Wertschätzung gegenüber den Behörden und den Verwaltungsmitarbeitern ausdrücken. So interpretierte Gemeindepräsident Renato Truniger die Präsenz von 137 Stimmbürgern an der Bürgerversammlung vom Montagabend im Oberstufenzentrum Mosnang. Auf der Traktandenliste standen der Voranschlag und der Steuerplan für 2018, dazu legte der Gemeinderat zwei Gutachten zu Strassensanierungen vor.

«Ausgewogenes und realistisches Budget»

Das Budget für das kommende Jahr fällt um über 380 000 Franken höher aus als jenes für 2017. Die grössten Veränderungen sind in den Budgetposten Soziale Wohlfahrt, Finanzen, Kultur, Freizeit sowie Bildung zu finden. Die Mehrausgaben für die Schule in der Höhe von 120 000 Franken führte Schulratspräsident Max Gmür unter anderem auf die steigende Schülerzahl zurück. Neue Ausgaben seien für zusätzliche Computer in der Primarschule geplant sowie für die Anschaffung eines neuen Servers. Max Gmür informierte zudem über die Schulraumplanung. In Libingen sei das Schulhaus in die Jahre gekommen und in Mühlrüti brauche es aufgrund von mehr Kindern mehr Schulzimmer. In Mosnang sei ein grösseres Projekt möglich. Dies habe den Schulrat bewogen, eine Studie über den Schulraum in Auftrag zu geben. Erste Resultate erwarte der Schulrat in diesem Winter. Max Gmür stellte in Aussicht, an der nächsten Bürgerversammlung oder an einer besonderen Informationsveranstaltung die Ergebnisse vorzustellen.

Die Mehrausgaben von 125 400 Franken unter dem Titel Kultur, Freizeit begründete Gemeindepräsident Renato Truniger mit einem grösseren Beitrag an die Schützenvereine. Dieser wäre für die Installation von Kugelfangsystemen, wie sie vom Bund vorgeschrieben seien, verwendet. Zudem werde beim Schützenstand des MSV Wiesen eine Hochschussblende und eine Lärmschutzwand installiert. Erfreulich sei für Renato Truniger die Entwicklung bei den Steuereinnahmen. Diese wären in den vergangenen Jahren um rund 1,4 Millionen Franken gestiegen. «Auch die Grundsteuern bringen immer grössere Einnahmen», stellte Renato Truniger fest. Das habe unter anderem dazu geführt, dass das Eigenkapital auf über 2,6 Millionen Franken angewachsen sei. Der Gemeinderat beantragte darum, den Steuerfuss für das kommende Jahr von 145 auf 142 Prozent zu senken. Der präsentierte Voranschlag basierte bereits auf diesem Steuerfuss. Er weist einen Ausgabenüberschuss von 148700 Franken aus. Renato Truniger bezeichnete dieses Budget als «ausgewogen und realistisch». Trotz des tieferen Steuerfusses habe man nicht gespart. Im Gegenteil, die Gemeinde leiste sich auch einiges. Die Stimmbürger hatten nach den ausführlichen Ausführungen durch den Gemeinde- und den Schulratspräsidenten keine weiteren Fragen. Mit grossem Mehr sagten sie Ja zum vorgelegten Voranschlag.

Beide Gutachten einstimmig angenommen

Nach der Finanzpolitik standen noch zwei Gutachten zu Strassensanierungen auf der Tagesordnung. Die Sanierung des Sägestichs Mosnang und Libingen sei notwendig geworden, weil der Untergrund der Strasse abrutsche und es dadurch immer wieder Senkungen gebe. Eine Sanierung der Oberfläche reiche nicht mehr aus, fand der Gemeinderat. Nun sollen zusätzlich zum neuen Belag die Strassensenkungen saniert werden. An einigen Stellen wird die Strassenentwässerung repariert und die Leitplanen werden ersetzt. Der Kosten belaufen sich auf 440 000 Franken und werden der Investitionsrechnung belastet. Weil die Bürger das Gutachten einstimmig genehmigt haben, können die Arbeiten voraussichtlich im Sommer 2018 durchgeführt werden. Ebenfalls hohen Sanierungsbedarf weist die Strasse Dreien-Nothüsli auf dem Abschnitt Storenbach-Auli auf. Nebst der Sanierung des Strassenbelags muss auf einem Teil die Tragschicht vorständig und der Bundstein teilweise ersetzt werden. Die Ableitung von Oberflächenwasser sei zu verbessern, heisst es im Gutachten. Schliesslich wird auch diese Strasse aufgrund des unruhigen Geländes stabilisiert. Für das Projekt sind Kosten von 585 000 Franken vorgesehen, die ebenfalls der Investitionsrechnung belastet werden. Die Bauarbeiten sollen ab dem kommenden Frühling ausgeführt werden. Dazu müsse die Strasse in den Schulferien für einige Tage gesperrt werden, stellte Renato Truniger in Aussicht. Auch diesem Gutachten stimmten die Mosnanger Bürger einstimmig zu.