MOSNANG: Nur ein Trio kennt das Geheimnis

Zum zehnten Mal erscheint am 24. Februar die Mosliger «Fasnachts-Zitig!» mit humoristischen Publikationen. Um 20 Uhr wird im «Wöschhüsli» die erste goldene Ausgabe versteigert.

Peter Jenni
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Die Alt-Gugger Beat Gmür (links) und Igi Brändle (rechts) sowie Alt-«Hirschen»-Wirt Jack Bürge, dem klar ist, wo Bartli den Most holt. (Bild: Peter Jenni)

Die Alt-Gugger Beat Gmür (links) und Igi Brändle (rechts) sowie Alt-«Hirschen»-Wirt Jack Bürge, dem klar ist, wo Bartli den Most holt. (Bild: Peter Jenni)

Peter Jenni

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Die Alt-Gugger Beat Gmür und Igi Brändle sowie der ehemalige «Hirschen»-Wirt Jack Bürge sind Urväter der Mosliger «Fasnachts-Zitig!». Das Trio kann als einziges das Geheimnis rund um die neue Erscheinungsweise lüften. Auch die bis dato mysteriösen Umstände, die zur Erstausgabe der «FZ» geführt haben, werden heute durch die drei offengelegt.

Weshalb erscheint die Mosliger «Fasnachts-Zitig!» bereits am Freitag und was hat es mit der «Goldenen» auf sich?

Entgegen der Tradition, seit sie 1999 erstmals erschienen ist, wird der Verkaufsbeginn der Mosliger «Fasnachts-Zitig» auf Wunsch der IG Mosliger Fasnacht auf Freitag, 24. Februar, ins «Wöschhüsli» hinter dem Restaurant Bären verlegt. Der Hauptgrund, weshalb wir dem Ansinnen grünes Licht verschafft haben, ist das erste goldene «FZ»-Exemplar, das zum Start ab 20 Uhr versteigert wird. Aber auch die junge IG zu unterstützen ist uns ein Anliegen.

Entfällt die Vorstellung der «FZ» am Samstag um 9 Uhr im «Hirschen»?

Keinesfalls. Wie bisher treffen sich die Alt-Gugger um 9 Uhr im «Hirschen» und schwärmen danach aus, um die «FZ» wie gewohnt unters Volk zu bringen. Dies auch am Fasnachts-Umzug vom Sonntag, mit Start um 13.59 Uhr an der Sonnhalden-strasse. Wir hoffen natürlich auf viele Interessierte, die ihren Morgenkaffee oder Znüni mit dem Verkaufsstart der Sonntagsausgabe im «Hirschen» verbinden.

Was für Überlegungen gingen der Mosliger «Fasnachts-Zitig!» voraus?

Alt-Gugger gab es schon vorher. Wir haben uns alljährlich am Fasnachts-Sonntag im Restaurant Krone zum Mittagessen getroffen. Über Jahre hinweg wuchs die Einsicht, dass wir keine Aufgabe haben und somit keinen Mehrwert generieren können. Fazit: «Also hat unser Dasein keinen Sinn!»

Wer gab den Anstoss dazu?

Die zündende Idee kam von Beat Gmür an einer Zusammenkunft, die zum Ziel hatte, die Alt-Gugger aufzulösen. «Das wäre doch eine Aufgabe für uns und wir könnten der Bevölkerung etwas bieten», so sein Credo. Grundsätzlich wurde die Idee positiv aufgenommen. Dennoch gab es Sitzungsteilnehmer, die von einer «FZ» partout nichts wissen wollten und gar mit Austritt drohten. Hintergrund für dieses Verhalten war der allgemein schlechte Ruf von Fasnachtszeitungen, die vielfach zur Abrechnung mit Andersdenkenden benutzt wurden, wenn möglich sogar anonym.

Und weswegen klappte es schliesslich doch?

Aus den vorgenannten Gründen haben wir unserer «FZ» einen Ehrenkodex verschrieben: «Jeder, der sich darin liest, soll darüber lachen können.» Die erste Zeitung zu machen war nicht einfach, denn sie musste spritzig sein, aber keinesfalls verletzend. Um dies langfristig zu garantieren, wurde eine Redaktionskommission ins Leben gerufen, die über den Kodex zu wachen hatte. Wo gearbeitet wird, passieren bekanntlich auch Fehler, wobei nur wenige tatsächlich gemacht wurden. Schon kurz nach der Gründung konnten wir für Texte und Illustrationen auf weitere Leute zählen, die nicht zu den Alt-Guggern gehörten. Und heute gibt es eine neue Generation von Alt-Guggern, die gewillt ist, unsere Idee weiterzuführen.

Aus welcher Feder stammt das Logo?

Schon für die erste Ausgabe kreierte der damals in Mosnang wohnhafte Kunstmaler Peter Rüfenacht gratis ein tolles Logo. Es dürfte am 6. Januar geschehen sein, als der Künstler und Beat Gmür im «Hirschen» auf das gelungene Logo sowie auf eine erfolgreiche Mosliger Fasnacht angestossen haben, wie es in der Chronik zum 30-Jahr-Jubiläum der Guggemusig Moslig bildlich festgehalten ist.

Erscheinungsdatum, Freitag, 24. Februar, Versteigerung der goldenen Ausgabe, 20 Uhr, «Wöschhüsli», Mosnang

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