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MOSNANG: Nun soll es eine Projektgruppe richten

Man bewegt sich auf der Stelle: Seit 2012 ist bekannt, dass der Dorfarzt Konrad Schiess einen Nachfolger sucht. Doch noch immer konnte kein Arzt gefunden werden, der in eine allfällige Gemeinschaftspraxis einziehen will.
Martina Signer
Gemeinderätin Jolanda Brändle hält die Meinungen fest, die beim Workshop zum Thema «Arztpraxis Mosnang ja/nein» geäussert wurden.

Gemeinderätin Jolanda Brändle hält die Meinungen fest, die beim Workshop zum Thema «Arztpraxis Mosnang ja/nein» geäussert wurden.

Martina Signer

martina.signer@toggenburgmedien.ch

Es hörte sich vielversprechend an. Ein Informationsanlass mit dem Namen «Ärztehaus Mosnang – Traum, Vision oder bald Wirklichkeit?» lockte am Mittwochabend viele interessierte Bürger ins Oberstufenzentrum. Am Ende des Abends war eines klar: Von der Wirklichkeit ist man noch weit entfernt. Geträumt wurde aber schon: von einem Allgemeinmediziner, einem Kinderarzt und weiteren Spezialisten, die sich in Mosnang an der Bütschwilerstrasse eine moderne Praxis einrichten, welche auch auswärtige Patienten anlocken könnte. Denn Kinderärzte wären gefragt, wie eine Umfrage im Dorf von Februar 2016 zeigte. «Es mangelt noch an Ärzten», titelte diese Zeitung damals schon. Im Mai fand im Rahmen eines FDP-Anlasses eine rege Diskussion statt. Über dem Bericht dazu prangte der Titel «Endlich Ärzte finden». Das ist das zentrale Problem. Niemand will sich in Mosnang niederlassen. Weder Arzt noch Ärztin, weder Allgemeinmediziner noch Kinderarzt.

Erfahrungen bei anderen Ärztehäusern einholen

An verschiedenen Workshops vom Mittwochabend konnte auf dieses Problem keine Lösung gefunden werden. Jedoch gab es einen Silberstreif am Horizont: Max Gmür, Mitglied im Gemeinderat, fand in Turbenthal ein Beispiel, wie es gelingen kann, eine Praxis auf dem Land zu erhalten. Der dort ansässige Allgemeinarzt gründete eine Aktiengesellschaft. «Das muss nicht das Modell sein, das auf unsere Gemeinde passt. Es könnte auch eine Genossenschaft gebildet werden», zeigte sich Max Gmür positiv eingestellt. Im Workshop am Tisch «Bereitschaft zur Mitwirkung» meldet sich zwar keiner, der eine solche Genossenschaft gründen würde, jedoch konnten einige der Anwesenden für eine Projektgruppe begeistert werden. Bleibt abzuwarten, ob es diese Gruppe nun richten kann. Jedenfalls fanden an allen Tischen rege Diskussionen statt. So konnten die allfälligen Mitglieder einer Projektgruppe viele Eindrücke sammeln. Einige Bürger gaben zudem wichtige Inputs. Man solle doch auch in anderen Ärztehäusern in der Region nachfragen, welche Erfahrungen gesammelt wurden. Einige sprachen sich für eine regionale Lösung aus. Ob die Gemeinschaftspraxis dann in Mosnang, Bütschwil oder an einem anderen Standort realisiert würde, spielte in diesem Fall keine Rolle. Einzelne sprachen sich auch gegen ein Ärztehaus aus.

Auch in Fachzeitschriften ohne Erfolg inseriert

Braucht es überhaupt ein Ärztehaus? Welche Modelle sind möglich (AG oder Genossenschaft)? Was für eine Rolle soll der Gemeinderat spielen? Und wer hat Lust, aktiv mitzuwirken? Darüber wurde in den Workshops intensiv diskutiert. Erkenntnisse daraus gab es einige. Und auch unterschiedliche Meinungen. Zum Schluss verschafften mehrere Konsultativabstimmungen eine Tendenz. Die Ergebnisse wurden am Ende des Abends zusammengetragen (siehe Kasten). Gemeindepräsident Renato Truniger, der zu Beginn des Abends den Stand der Dinge erläutert hatte, verwies darauf, dass es eine Internetseite gebe, welche potenziellen Ärzten als Informationsplattform diene. Ausserdem wurde laut dem Gemeindepräsidenten auch in Fachzeitschriften inseriert – bisher ohne Erfolg.

www.aerztehaus-mosnang.ch

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