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MOSNANG: Hochwasserschutz in der Bauzone hat Priorität

Die Gemeinde Mosnang erläuterte an der Vorversammlung die Anträge, über welche die Bürgerschaft in Kürze befindet. Das Thema Sonnhaldenbach weckte bei den Einwohnerinnen und Einwohnern am meisten Interesse.
Timon Kobelt
Elmar Steiger erklärt den Anwesenden an der Vorversammlung in Mosnang anhand von Plänen, an welchen Stellen am Sonnhaldenbach etwas geändert wird. (Bild: Timon Kobelt)

Elmar Steiger erklärt den Anwesenden an der Vorversammlung in Mosnang anhand von Plänen, an welchen Stellen am Sonnhaldenbach etwas geändert wird. (Bild: Timon Kobelt)

Für die Vorversammlung vom Montag zog der Mosnanger Gemeinderat eigens den Ingenieur Elmar Steiger bei, dessen Büro das Projekt Sonnhaldenbach begleitet. Dies zeigt, dass sich der Gemeinderat seit der Abstimmung zum Dorfbach bewusst ist, dass Bachprojekte emotional sein können.

Allzu emotional wurde es unter den rund 30 Interessierten jedoch nicht. Dazu hat offenbar die klare Information durch Elmar Steiger und Gemeindepräsident Renato Truniger beigetragen. Letzterer erklärte zunächst die Eckdaten zum Antrag Sonnhaldenbach. Dank der Beschränkung des Bachöffnungsprojekts auf das überbaute Gebiet von 113 Metern klassiert der Kanton den Sonnhaldenbach als Hochwasserschutzprojekt. Ursprünglich war eine Strecke von 287 Metern geplant gewesen. «Der Sonnhaldenbach hat im Zusammenhang mit Hochwasser immer wieder Schäden verursacht, vor allem bei den Liegenschaften direkt am Bach», betonte Truniger. Deshalb habe der Hochwasserschutz in der Bauzone Priorität.

Um diesbezüglich etwas zu unternehmen, beantragt der Gemeinderat, dass die Bürgerversammlung einen Bruttokredit von 373'000 Franken gutheisst. Bund und Kanton werden sich nach aktuellem Stand mit rund 170'000 Franken am Projekt beteiligen. Nebst der Genehmigung des Kredits muss das Projekt rechtskräftig sein, indem die öffentliche Auflage, welche ab sofort läuft, erfüllt wird.


Neues Rohr von 80 Centimeter Durchmesser

So soll der Sonnhaldenbach neu durch die Bauzone fliessen.

So soll der Sonnhaldenbach neu durch die Bauzone fliessen.

Nach Trunigers Ausführungen gab es eine viertelstündige Pause, in der Elmar Steiger den Anwesenden direkt anhand von Bauplänen einige technische Details erläuterte: «Die Eindolung, sprich die Führung des Baches in ein neues Rohr, erfolgt bei der Sonnhalden direkt vor der Bauzone über ein neues Einlaufbauwerk.» Das Rohr habe einen Durchmesser von 80 Centimetern, damit es nicht verstopfe, sollte das Wasser bei einem Unwetter Äste mitführen.

Weiter unten, wo der wieder offen fliessende Bach die Dottingerstrasse unterqueren soll, braucht es einen Durchlass mittels Stahlrohr. «Dies haben wir so arrangiert, dass die Strassensperrung von sehr kurzer Dauer sein wird», versichert Elmar Steiger. Im Plenum gab es sachliche Voten zum Projekt. Einige lobten den Gemeinderat dafür, dass er die Bachthematik ernst nehme. Andere äusserten ihre Zweifel, ob sich der finanzielle Aufwand angesichts der wenigen Liegenschaften in der Bauzone lohne.


«Tiefgarage ist eine einmalige Chance»

Ein weiteres wichtiges Thema ist, wie es mit dem alten Postgebäude im Dorfzentrum weitergeht. Der Gemeinderat beantragt, den Kaufrechtsvertrag mit der Konsumgenossenschaft Mosnang um ein Jahr, bis zum 30. Juni 2019, zu verlängern. Ein rechtskräftig bewilligtes Um- oder Neubauprojekt muss vorliegen, damit diese das Kaufrecht ausüben kann. Die Verzögerung der Baubewilligung ergibt sich, weil noch Prüfungen im Gange sind, ob bei der Liegenschaft der alten Post in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Tiefgarage mit 33 Parkplätzen erstellt werden kann. Die Gemeinde wird im April an einem öffentlichen Anlass genauer zum Projekt Tiefgarage informieren, wobei Renato Truniger bereits etwas betonte : «Der Kanton verlangt, dass die Gemeinden bodensparend bauen. Mit Blick auf die Zukunft ist eine Tiefgarage für Mosnang eine einmalige Chance.»

Unumstritten dürfte der dritte Antrag, der Verkauf der Liegenschaft Sonnhalden 83 durch die Gemeinde, zum Preis von 820'000 Franken sein.

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