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MOSNANG: Das Ende des Wintermärchens

Mit dem Ende des alten Jahres endete das Dasein des weltweit grössten Adventskranzes. Das Organisationskomitee und die beteiligten Vereine haben Unvergessliches geschaffen.
Beat Lanzendorfer
Rund 2 (Bild: Urs Bucher)

Rund 2 (Bild: Urs Bucher)

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

Als das Toggenburger Tagblatt zum ersten Mal über «den grössten Adventskranz der Welt», der im Dezember in Mosnang stehen soll, berichtete, dachte wohl so mancher: «Die spinnen, die Mosliger». Es war August, die Temperaturen bewegten sich an der 30-Grad-Grenze. Die Menschen genossen die Tage des heissen Sommers viel lieber im Freibad, statt sich bereits mit kalten Tagen im Advent auseinanderzusetzen. Irgendwie verständlich.

Zudem war ein Vorhaben dieser Grössenordnung nur anhand der Pläne und Skizzen noch nicht greifbar. Ein Adventskranz mit einem Umfang von mehr als 400 Metern, dazu ein Durchmesser von über 120 Metern. Wie sollte das gehen? Vier Monate später hat sich die Skepsis, wenn sie denn überhaupt vorhanden war, in Freude verwandelt. So mancher dürfte jetzt denken: «Schade, ist es schon vorbei». Was vom 1. bis 31. Dezember in Mosnang passiert ist, war für das Dorf, das in der Vergangenheit schon des Öfteren für positive Schlagzeilen gesorgt hatte, etwas Einmaliges.

Es war eindrücklich, was die 300 Freiwilligen beim Aufbau und weitere 200 während des Betriebs leisteten. Der weltgrösste Adventskranz hat die Massen bewegt und die Welt tatsächlich nach Mosnang gebracht.

Interesse aus den USA und aus Taiwan

«Wir hatten Besucher aus Deutschland, Belgien, England, den USA und aus Taiwan. Einige kamen mehrmals», sagt OK-Präsident Max Gmür. Und weiter: «Die Raclette-Hütte war im Durchschnitt täglich zweimal voll besetzt. Das sind gesamthaft rund 12000 Besucherinnen und Besucher. Einige besuchten nur den Adventskranz und die Eisbahn. Jene Zahlen kenne ich nicht im Detail. Nach meiner Einschätzung dürften es aber insgesamt schon 20000 Besucherinnen und Besucher gewesen sein.» In Bann zog auch die am 13. Dezember von Eishockeylegende Mathias Seger eingeweihte Eisbahn.

In unmittelbarer Nachbarschaft befanden sich die 24 Adventsfenster, welche speziell beim Eindunkeln und in der Nacht eine besinnliche Stimmung verströmten. Für den OK-Präsidenten, der auch im Gemeinderat mitwirkt und als Chef des Verkehrsvereins amtet, ist klar: «Es gab zu Beginn einige Skeptiker. Viele von ihnen konnten wir bekehren. Sie wurden richtige Fans und luden sogar Verwandte und Bekannte nach Mosnang ein und wurden zu tollen Botschaftern des Anlasses.»

«Viele hervorragende Köpfe im OK»

Für Max Gmür und seine Kolleginnen und Kollegen im Organisationskomitee war die «Adventskranzzeit» mit viel Mehrarbeit verbunden. Trotzdem würde er ein solches Vorhaben immer wieder in die Tat umsetzen: «Mit so vielen hervorragenden Köpfen im Organisationskomitee, in den Ressorts und in den Helferteams auf jeden Fall. Wobei das Vorhaben nicht zwingend derart gross sein müsste – aussergewöhnlich aber schon.» Vorerst gönnen sich die Verantwortlichen eine Verschnaufpause. Hat der OK-Präsident aber schon das nächste Grossprojekt im Hinterkopf? «Nein. Die guten Ideen ­haben eher andere. Ich bin mehr der Aggregator, der die Ideen ­zusammenfügt und versucht, ­daraus etwas Stimmiges zu formen, um die richtigen Leute ­dafür zu gewinnen.»

Eintrag ins Buch der Rekorde

Bleibt noch die Frage, ob der Mosnanger Adventskranz Aufnahme im Guinness Buch der Rekorde findet? «Ja, voraussichtlich im Laufe des kommenden Frühjahres», erklärt Max Gmür, der für sein Engagement im Dezember stellvertretend für alle Beteiligten von der Schweizer Illustrierten die «Rose der Woche» erhalten hat.

www.adventskranz-mosnang.ch

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