Mosnang auf Platz 47 des Rankings

Bei der Bürgerversammlung in Mosnang ging es um die Geldtasche des Bürgers, um den erreichten Platz 47 des kantonalen Steuerrankings, um Investitionen und das Gesamtbudget der Einheitsgemeinde sowie einen Liegenschaftskauf.

Adi Lippuner
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Gute Stimmung zum Auftakt der Bürgerversammlung, Gemeindepräsident Bernhard Graf, Schulratspräsident Max Gmür und Gemeindeschreiber Roland Schmid (vorne von links).

Gute Stimmung zum Auftakt der Bürgerversammlung, Gemeindepräsident Bernhard Graf, Schulratspräsident Max Gmür und Gemeindeschreiber Roland Schmid (vorne von links).

MOSNANG. Die Einstimmung auf die anstehenden Geschäfte erfolgte am Mittwochabend durch den Männerchor unter der Leitung von Sepp Bernet. Mit «Ihr sollt willkommen sein» war gute Stimmung garantiert. Und diese positive Stimmung zog sich durch die ganze Versammlung. Ob es an den weitgehend ausgeglichenen Zahlen, der umsichtigen Verwaltung der Gelder oder am bei 145 Prozent bleibenden Steuerfuss liegt, bleibt offen.

142 Bürger waren dabei

Feststeht: Gemeindepräsident Bernhard Graf konnte 142 Stimmberechtigte begrüssen. Seine Ankündigung, dass der voraussichtliche Steuerertrag von 5,123 Millionen um 300 000 Franken auf 5,423 Millionen Franken nach oben korrigiert werden könne, wurde mit Freude zur Kenntnis genommen. Doch Mosnang ist auch bei höherem Steueraufkommen auf die Einnahmen des kantonalen Finanzausgleichs angewiesen. «Der Finanzausgleich ist ein sehr gutes Mittel, die unterschiedlichen finanzpolitischen Voraussetzungen unter den Gemeinden, welche diese nur schlecht oder gar nicht beeinflussen können, auszugleichen.

Der Finanzausgleich erfüllt damit den Zweck, die Steuerfuss-Unterschiede zwischen den st. gallischen Gemeinden in einem angemessenen Rahmen zu halten. Für 2014 liegt die Spannweite zwischen 85 Prozent in Balgach und 162 Prozent in Degersheim. Mosnang liegt mit 145 Steuerprozent auf Rang 47 im hinteren Mittelfeld», ist zu diesem Thema in der Botschaft festgehalten.

«Schwarze Null» zu erwarten

Ein Blick auf die Laufende Rechnung zeigt, dass bei Aufwendungen und Erträgen von jeweils gut 19,5 Millionen Franken eine «schwarze Null» zu erwarten ist. Für die Bildung werden rund 7,64 Millionen Franken veranschlagt.

Die soziale Wohlfahrt schlägt mit knapp 3,7 Millionen Franken zu Buche, und auch der Verkehr verschlingt mit gegen 2,7 Millionen Franken einen hohen Betrag. Angekündigt wurde zudem, dass Mosnang ab kommendem Jahr ein eigenes Mitteilungsblatt anstelle der bisherigen amtlichen Publikationsorgane haben wird. Die externen Kosten werden mit 29 000 Franken veranschlagt.

Schulratspräsident Max Gmür erläuterte die Details der Schule. Er äusserte sich zum Lehrplan 21. Dieser bedeute übrigens nicht, wie von vielen angenommen, der Lehrplan fürs 21. Jahrhundert, sondern es sei der Lehrplan für die 21 Deutschschweizer Kantone. Bezüglich Klassengrösse und Auslastung der Schulen war zu hören: «Die Schule Mosnang unterrichtet aktuell 421 Schüler an den Standorten Dreien, Libingen, Mühlrüti und Mosnang. Während die Schülerzahlen in Dreien, Libingen und Mühlrüti in den nächsten Jahren konstant ansteigen, sind sie in Mosnang und in der Oberstufe noch leicht rückläufig», so Max Gmür. Damit stehe fest: Während der kommenden Jahre gebe es keinen Grund, an den Schulstandorten etwas zu ändern, und auch die Klassengrösse bei durchschnittlichen Zahlen von 18 bis 20 Schülerinnen und Schülern liege im aktuellen Trend.

Wasser, Schule, Altersheim

Fürs nächste Jahr werden Investitionen für die Wasserversorgung getätigt, und zwar für das Projekt Fürschwand, aber auch Nothüsli-Lenzlingen und Langwis-Mühlrüti, im Voranschlag sind 60 800 Franken dafür enthalten. Bei der Oberstufe geht es um die Installation einer Photovoltaikanlage von 230 000 Franken. Kritische Voten gab's zur Strahlungsbelastung solcher Anlagen. Max Gmür dazu: «Wir haben baubiologische Abklärungen getroffen, und nach heutigem Wissensstand ist dafür gesorgt, dass es so wenig Strahlung wie möglich gibt.»

Sowohl Schüler- als auch Lehrerschaft und die Vereine werden im kommenden Jahr einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. Der bereits bewilligte Umbau des Oberstufenschulhauses wird in Angriff genommen. «Und dies wird nicht ohne Einschränkungen möglich sein», so Bernhard Graf.

Beim Alters- und Pflegeheim Hofwis sollen die Einzelzimmer alle mit eigener Nasszelle ausgerüstet werden. Dies bedingt einen Projektierungskredit von 160 000 Franken. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Stimmbürger dann über den Um- und Ausbau mit aktuellen Kostenschätzungen von 4,3 Millionen Franken befinden können.

Diskussionslos zugestimmt wurde dem Kaufrechtsvertrag für die Liegenschaft «Tell» in Mühlrüti. Sobald der Verkäufer grünes Licht für den Neubau seines Wohnhauses hat, wird die Gemeinde die Liegenschaft zum Preis von 420 000 Franken erwerben können.

Musikalischer Auftakt der Bürgerversammlung mit dem Männerchor Mosnang. (Bilder: Adi Lippuner)

Musikalischer Auftakt der Bürgerversammlung mit dem Männerchor Mosnang. (Bilder: Adi Lippuner)