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MOGELSBERG: Künstler Kurt Schär mit Wanderpreis ausgezeichnet

Am Samstag wurde in Mogelsberg der Ebersoler Künstler Kurt Schär mit dem fünften Toggenburger Kulturpreis ausgezeichnet. Der symbolische Preis wanderte damit in die nördlichste Gemeinde der bei Kultur Toggenburg vereinigten Preisstifter.
Michael Hug
Kurt Schär aus Ebersol, der als Skulpteur tätig ist, hat am Samstag den Wanderpreis von Kultur Toggenburg erhalten. (Bild: Michael Hug)

Kurt Schär aus Ebersol, der als Skulpteur tätig ist, hat am Samstag den Wanderpreis von Kultur Toggenburg erhalten. (Bild: Michael Hug)

Michael Hug

redaktion@toggenburgmedien.ch

Von einem jungen zu einem «alten» Künstler ist es manchmal kein weiter Weg. Letztes Jahr wurde der Wanderpreis der bei Kultur Toggenburg vereinigten Toggenburger Gemeinden in Lichtensteig dem Hemberger Theaterschaffenden Simon Keller überreicht. Heuer, am frühen Samstagabend, wanderte der Preis vom Tal auf die Hügel ins Blockhaus beim neuen Baumwipfelpfad im «Steinwäldli» bei Mogelsberg. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung für den ausgezeichneten Kunstschaffenden Kurt Schär aus Ebersol. Er hätte, wenn er nicht ein Schöpfer eher schwererer und grösserer Werke wäre und sie an die Preisübergabe mitnehmen wollte, den Katzensprung über den Löffelsberg auch zu Fuss machen können.

Symbolischer Wanderstock

Um exakt 17.40 Uhr übergab Simon Keller, für ein Jahr gewesener Besitzer des symbolischen Wanderstocks mit Vesperkorb, nach ein paar lobenden Worten, den Stock an den fünften damit Ausgezeichneten, den 74-jährigen Skulpteur Schär. Vreni Wild, Vizepräsidentin des Vereins Toggenburg Kultur, bezeichnete den Künstler als stillen Schaffer, der in der Vergangenheit viel mehr durch seine Figuren an diversen Wegrändern im Toggenburg aufgefallen sei als durch seine Person. Damit, und das macht nachdenklich, wurde mit der fünften Vergabe von Preis und Check über 5000 Franken zum vierten Mal ein männlicher Kunstschaffender ausgezeichnet. Für Schär könnte es nun bedeuten, dass er, der gemäss den Regeln des Wanderpreises selber den nächsten Preisträger oder eben die Preisträgerin bestimmen kann, nach einer künstlerisch tätigen Toggenburgerin Ausschau halten darf oder sollte.

Die Möglichkeit ist bei Kurt Schär gewiss gegeben. Offen sei er für alles, meinte Christa Lang in ihrer Laudatio an den Preisträger, und: «Er liess sich nicht dreinreden, unermüdlich und voller Tatendrang inspirierten ihn die verschiedensten Materialien, Papier, Stoff, Speckstein, Holz, Schwemmholz, Ton, Stahl, Polyester und Eisen. So ist gerne mal ein Adler aus einer alten Schaufel entstanden. Er hat alles ausprobiert, Bilder gemalt und geschweisst, Collagen gestaltet, Gegenständliches und Abstraktes hergestellt, er hat modelliert, geschnitzt, gegossen und mit dem Laser gearbeitet.» Stille Ergebnisse seiner Schaffenskraft sind Adler und Stiere in diversen Vorgärten, doch die eindrücklichsten Zeugen sind die auffallenden Skulpturen aus Holz, die Schär aus sturmversehrten Baumstämmen sägt und mit Köpfen aus gebranntem Ton versieht.

Schärs Wächter

Unverwechselbar sind Schärs «Wächter» mit dem erhabenen Lächeln im Gesicht. «Das isch en Schär» wurde zum stehenden Begriff in der nahen und weiteren Umgebung. Die Laudatorin weiter: «Kunst muss für dich ästhetisch und schön sein und von zeitloser Qualität.» Exakt das sind Schärs Holz-Ton-Figuren, aber auch die vielen halbabstrakten Werke aus Metall oder Ton und die aus einem einzigen Stück Blech herausgelaserten und gefalteten Tiere.

Er sei recht stolz, den Wanderpreis an einen so ideenreichen und energischen Künstler weiterreichen zu dürfen, sagte Simon Keller. Der wiederum arbeitet zurzeit am Freilichtspiel «Krabat», das im Sommer mit Laiendarstellenden in der Dreyschlatt bei Krinau – wo Ueli Bräker, «der arme Mann vom Tockenburg», seine Jugend verbracht hat – unter seiner Leitung aufgeführt wird.

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