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MOGELSBERG: Feurige Tänze in der Hitze der Nacht

Mit einem überraschenden Programm vermochte die Flamencotänzerin Bettina Castaño das Publikum im «Rössli» zu begeistern. Es war eine heisse Nacht.
Michael Hug
Feurige Tänze, heisse Atmosphäre: Bettina Castaño tanzte in der Hitze der Nacht. (Bild: Michael Hug)

Feurige Tänze, heisse Atmosphäre: Bettina Castaño tanzte in der Hitze der Nacht. (Bild: Michael Hug)

Michael Hug

redaktion@toggenburgmedien.ch

«Zu viel los heute!» Kurz und knapp die Erklärung von Käthi Keller, der Präsidentin von Kultur in Mogelsberg KiM, zum recht überschaubaren Publikum am Samstagabend im Restaurant Rössli. Doch es mag verwundern, dass bei einer international bekannten Tänzerin, einem Top­shot des Flamencos, nicht mehr Leute kommen wollten. Aber es war wohl doch zu viel los in der Region. Und zu warm, um sich nicht im Freien aufzuhalten, war es auch. Es wurde noch wärmer im Laufe des Abends, es wurde heiss.

Ohne mit einer Wimper zu zucken

Bei alledem liess sich Bettina Castaño nichts anmerken. Sie wickelte ihr Programm «Danzas Flamencas» ohne mit einer Wimper zu zucken ab. In Sevilla, wo Castaño – bürgerlich heisst sie Sulzer – lebt und arbeitet, dürfte es den ganzen Sommer heisser sein als an diesem Ausnahmeabend in Mogelsberg. Eher mit der Hitze zu kämpfen hatten ihre beiden Musiker Karel (Violine) und Alexander Boeschoten (Piano). Das Vater-Sohn-Paar zeigte sich zwar ebenso unbeeindruckt von den Umständen, doch es verbrauchte sichtlich mehr Handtücher als die Tänzerin. Doch Castaño hatte ihrerseits den Vorteil, nach jedem Stück eine Pause einlegen zu können. Währenddem die Musiker weiterspielten, konnte sie in der Garderobe ihre Robe wechseln.

Die Besetzung der Musiker deutet es an: Flamenco wird an diesem Abend nicht allzu viel zu hören sein. In den «Danzas Flamencas» tanzt zwar eine Frau im Stil des feurigen Flamenco, aber die Musik kam aus ganz anderen Regionen Europas: aus Ungarn, Bulgarien, Rumänien. Dabei haben die Boeschotens ihre Wurzeln in den Niederlanden – da trafen also mehrere Kulturhintergründe aufeinander. Bei jedem Stück, keines klang wie das andere, kulminierte alles stets im Tanz von Bettina Castaño, in dem sie auf temperamentvolle, oft gar feurige, aber manchmal auch ­besinnlich-emotionale Art die Geschichten hinter den Musikstücken zum Ausdruck brachte.

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