MOGELSBERG: Ein Plan für den Neckertaler Wald

Im Steinwald fand am Donnerstag die Übergabe des Waldentwicklungsplans für die Region Neckertal statt. Regierungsrat Bruno Damann reiste dazu von der Hauptstadt ins Neckertal.

Michael Hug
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Regierungsrat Bruno Damann (Mitte) am Donnerstagmittag im Steinwald bei Mogelsberg, rechts Kantonsoberförster August Ammann. (Bild: Michael Hug)

Regierungsrat Bruno Damann (Mitte) am Donnerstagmittag im Steinwald bei Mogelsberg, rechts Kantonsoberförster August Ammann. (Bild: Michael Hug)

Der offizielle Waldentwicklungsplan (WEP) ist ein verbindlicher Richtplan für den Wald. Er regelt die Bewirtschaftungsform des Waldes und wird unter Beteiligung der Bevölkerung erstellt. Dabei werden einzelnen Waldgebieten auch Vorrangfunktionen zugeordnet.

Im Kanton St. Gallen sind 19 WEP-Perimeter abgegrenzt worden, und die meisten WEP sind bereits in Kraft. Der WEP Neckertal ist im Toggenburg (kantonale Waldregion 5) der vierte, der in Kraft gesetzt wurde. Seine Entwicklung, Ausarbeitung, Vernehmlassung und Genehmigung brauchte zwei Jahre. Mitte Januar hat Regierungsrat Bruno Damann als Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements den WEP Neckertal genehmigt. Am Donnerstagmittag wurde das Regelwerk den Vertretenden der drei betroffenen Gemeinden Neckertal, Oberhelfenschwil und Hemberg übergeben. Christof Gantner, Regionalförster der Waldregion 5 Toggenburg, sprach von einer grossen Herausforderung, den Ansprüchen von Besitzern, Bevölkerung, Jagd, Naturschutz und Behörden an den Wald gerecht zu werden. Dennoch, der WEP Neckertal sei einer derjenigen, die überraschend speditiv hätten ausgearbeitet werden können. Bruno Damann meinte: «Dass sich an einem Ort wie hier im Neckertal mit einer hohen Holzproduktion, einer lieblichen Landschaft und wertvollen Lebensräumen, der für viele Erholungs- und Freizeitaktivitäten geradezu prädestiniert ist, Spannungsfelder auftun, liegt in der Natur der Sache.» Doch das Ziel, tragbare Lösungen für alle Waldnutzenden zu finden, sei mit diesem WEP erreicht worden. Vreni Wild, Neckertals Gemeindepräsidentin, erwähnte den Baumwipfelpfad, der sich als Paradebeispiel einer Waldnutzung optimal habe in den WEP integrieren lassen können.

Michael Hug

redaktion@toggenburgmedien.ch