Möglichst weit fliegen mit dem Gleitschirm

Am Samstag, 10. Oktober, fand bei prächtigem Herbstwetter, über dem Nebelmeer, die Siegerehrung des achten Chäsi Contests statt. Die Aufgabe besteht darin, möglichst weite Strecken vom Startplatz Chäserrugg/Hinterrugg mit dem Gleitschirm zu fliegen.

Michael Rohner
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Start des Wettbewerbs für die Gleitschirmpiloten war der Chäserrugg. (Bild: pd)

Start des Wettbewerbs für die Gleitschirmpiloten war der Chäserrugg. (Bild: pd)

Am Samstag, 10. Oktober, fand bei prächtigem Herbstwetter, über dem Nebelmeer, die Siegerehrung des achten Chäsi Contests statt.

Die Aufgabe besteht darin, möglichst weite Strecken vom Startplatz Chäserrugg/Hinterrugg mit dem Gleitschirm zu fliegen. Der Wettbewerb hat sich mittlerweile etabliert in der lokalen Gleitschirmszene. Hierfür wird jeder Pilot gewertet, der seinen Flug vom Chäserrugg mit dem GPS Gerät aufzeichnet. Es gibt zwei Kategorien. Die Fun&Safety-Schirme bieten mehr Sicherheit bei Pilotenfehlern und sind einfacher zu fliegen. In der Open Kategorie werden leistungsstärkere Schirme benutzt, welche höhere Anforderungen an den Piloten stellen.

Keine Thermik im Wägital

Mit einem 6stündigen Flug über 82 Kilometer sicherte sich Jörg Bonderer aus Pfäffikon ZH in der Fun&Safety Kategorie den Sieg. Sein Flug führte ihn zuerst zur Staubernkanzel, von wo er am Gräppelensee vorbei Richtung Speer flog. Nach der Überquerung der Linthebene fand er im Wägital keine Thermik mehr und landete kurz vor 19 Uhr bei Wangen SZ.

Zweiter wird Michael Frey aus Ebnat-Kappel in der Fun&Safety Klasse. Er umrundete im Dreieck die Punkte Altmann, Amden und Gauschla. Diese Stecke ergab bei der Landung in Unterwasser insgesamt knapp 50 km. Er erreichte öfters Flughöhen von über 3000 Meter, was in der Region rund ums Toggenburg beachtlich ist.

Auf dem dritten Platz der Fun&Safety landete Richi Frey. Die 46 Kilometer lange Strecke führte ihn den südlich ausgerichteten Bergflanken entlang zum Alvier. Hoch über dem Walensee trug ihn die Thermik zum Selun. Schliesslich rundete er seinen Flug ab, indem er die Gipfel Säntis und den Startplatz Chäserrugg nochmals einsammelte, ehe er in Nesslau landete.

Bis nach Österreich

In der Open Klasse gewinnt Michi Rohner aus Gams mit einem 124 Kilometer weiten Flug ins benachbarte Österreich. Dem Rätikonmassiv entlang ging es zügig zu den Tiroler Skigebieten Galtür, Ischgl und Serfaus. Auf dem Weg in die Hochalpen des Kaunertals wurden Flughöhen bis zu 4200 m erreicht.

Der Reichenburger Vitus Spörri wurde Zweiter in der Open Klasse. Sein Flug führte ihn vorbei an der Bündner Herrschaft ins Prättigau bis nach Fanas. Er beendete seinen 80 kilometrigen Flug nach einem Abstecher zu den Churfirsten am Walensee.

Mit einem 65 Kilometer weiten Flug erreichte der in Unterwasser wohnhafte Peter Sailer den dritten Platz der Open Klasse. Er flog den Alpsteinklassiker, mit den Wendepunkten Gonzen, Amden und Kronberg zügig ab. Vor der Landung in Stein machte er nochmals einen Abstecher zum Chäserrugg.

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