Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Modeschau im Altersheim

Am Freitagnachmittag präsentierten im Alters- und Pflegeheim Brunnadern «Models» aus den eigenen Reihen Mode für Seniorinnen und Senioren. So müssen die Betagten nicht mühsam zum Kleiderkauf, sondern die Mode kommt zu ihnen.
Melanie Graf
«Dressman» Ernst Brunner präsentierte die Herrenmode auf dem Laufsteg im Alters- und Pflegeheim. (Bild: Melanie Graf)

«Dressman» Ernst Brunner präsentierte die Herrenmode auf dem Laufsteg im Alters- und Pflegeheim. (Bild: Melanie Graf)

Brunnadern. Für ältere Menschen ist der Kleiderkauf oft mit Stress und Mühsal verbunden. Andreas Modrow von der Firma Mode Service Modrow aus Kreuzlingen, hat eine Lösung für die älteren Semester. Er bringt die Mode ins Seniorenheim. Die Stühle und Tische im Ess- und Aufenthaltsraum in Alters- und Pflegeheim Brunnadern waren am Freitagnachmittag einem Laufsteg gewichen.

Zahlreiche, sitzende Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Heim, aus Brunnadern und den umliegenden Dörfern, säumten den Rand des Laufstegs. Andreas Modrow, griff zum Mikrophon, kündigte die Models an, beschrieb die von ihnen präsentierte Mode und hob die Vorzüge und Details der Kleider hervor. Um die neue Herbst-Winter-Kollektion zu präsentieren verzichtete Modrow aber auf professionelle Models. Die Kleider wurden von Freiwilligen aus dem Heim und aus den Dörfern gezeigt.

Die bekannten Gesichter schafften vertrauen. Heidi Huser, Ursula Kern, Rösli Näf, Trudi Knöpfel und Ernst Brunner hatten sich bereit erklärt, mit den neusten Stücken aus Modrows Kollektion über den Laufsteg zu schreiten. Das Publikum applaudierte.

Entlastung für alle

Im Hintergrund lief es, wie bei einer «grossen» Modeschau, hektisch ab.

Anke Volkening, Damenschneiderin und Modrows Mitarbeiterin, half den Models beim Umziehen, unterstrich das Erscheinungsbild mit wenigen Accessoires. Kleider für Ältere sollen modisch sein, pflegeleicht und bequem. Diesen Winter, so weiss Modrow, sind Lila, Violette und Beere angesagt. Modrow «tourt» mit seinem mobilen Kleiderladen seit diesem Sommer durch die Ostschweiz. Sein Geschäft ist im Aufbau, Anfragen hat er viele. «Der Markt ist da», weiss Modrow. «Ich bringe die Mode ins Altersheim, direkt zu den älteren Leuten.

Für viele ist das Einkaufen mit Stress verbunden.» Bei einer Vorführung im Altersheim könne er die Oberbekleidung, die Nacht- und Unterwäsche, Socken, Schuhe und Accessoires auf einmal bieten. Dies entlaste die Angehörigen, das Pflegepersonal und die älteren Menschen. Seine Exfrau betreibe einen solchen Modeservice seit sieben Jahren in Deutschland. Es seien auch immer mehr Anfragen aus der Schweiz gekommen, welche er übernommen habe, so Modrow. Die Kleider kaufe er in Europa ein.

In Deutschland, Österreich, Schweden, Dänemark und in der Türkei. «Ich achte beim Einkauf darauf, dass die Kleider von guter Qualität sind und unterstütze kleine und mittelständische Betriebe.»

Spass und Abwechslung

Nach der Präsentation hatten Interessierte die Möglichkeit, die Kleider anzuprobieren und zu kaufen. Zahlreiche machten davon Gebrauch.

Der Nachmittag bot den Heimbewohnerinnen- und -bewohnern Abwechslung und den Gelegenheitsmodels machte die Präsentation sichtlich Spass.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.