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Moderne «schwarze Spinne»

Peter Roth feiert im September seinen 70. Geburtstag und hat Jeremias Gotthelfs Erzählung «Die schwarze Spinne» in eine moderne Oper übersetzt.
Peter Roth hat Jeremias Gotthelfs Erzählung «Die schwarze Spinne» in eine moderne Oper übersetzt. (Bild: pd)

Peter Roth hat Jeremias Gotthelfs Erzählung «Die schwarze Spinne» in eine moderne Oper übersetzt. (Bild: pd)

TOGGENBURG. Den Teufel hat er aus dem Stück verbannt. Stattdessen fordert er Eigenverantwortung ein. In der Oper «Spinnen» wird den Menschen ihre Hybris, ihre mangelnde Ehrfurcht vor Leben, Natur und Schöpfung zum Verhängnis.

Atomenergie statt Teufel

Anstelle des Paktes mit dem Teufel tritt die Atomenergie mit der ungelösten Lagerung des strahlenden Mülls. Die szenischen Uraufführungen durch das Appenzeller Kammerorchester, den Chorwald, das Chorprojekt St. Gallen, Susanne Seiter-Frei (Sopran), Margrit Hess (Mezzosopran), Raphael Höhn (Tenor), Peter Walser (Bass), Daniel Kasztura (Schauspieler) unter der Leitung von Peter Roth und Jürg Surber finden am Samstag, 13. September um 20 Uhr, und am Sonntag, 14. September um 19 Uhr, in der Tonhalle Wil statt. Eine Einführung ins Werk gibt der Komponist Peter Roth am Sonntag, 14. September um 16 Uhr, im Hof Wil, Fürstensaal.

«In der Erzählung <Die schwarze Spinne> von Jeremias Gotthelf stürzt das Volk durch den Pakt mit dem Teufel ins Verderben. In meiner Oper <Spinnen> wird den Menschen ihre Hybris, ihre mangelnde Ehrfurcht vor Leben, Natur und Schöpfung zum Verhängnis», so Peter Roth. «Im blinden Glauben an das Gesetz der Machbarkeit folgen sie jenen, die im eigenen Interesse Risiken der Atomenergie kleinreden und grossartige Versprechen für die Lagerung des strahlenden Mülls abgeben. <Und sagt einer: Ist doch kein Problem, dann nicken sie und folgen dem> – so singt Christine, die Sopranstimme, in der Mitte der Oper.»

«Hört auf euch selbst»

Als Librettist und Komponist von «Spinnen» sagt Roth den Menschen mit Sophie, der andern weiblichen Solostimme: «Hört auf euch selbst, vertraut eurer eigenen Weisheit, entdeckt eure natürliche Ehrfurcht vor Leben, Natur und Schöpfung und handelt entsprechend. So wie uns das grosse Männer und Frauen von Hildegard von Bingen bis Mahatma Gandhi und Albert Schweitzer vorgelebt haben.» (pd)

www.spinnenoper.ch www.tonhallewil.ch

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