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«Mix an erneuerbarer Energie zwingend» - SP AR widerspricht Regierungsrat

Die Ausserrhoder SP zeigt sich enttäuscht ob der Haltung des Regierungsrats Dölf Biasotto (FDP). Für die SP sind Windanlagen keinesfalls einfach unangemessen.
Windräder werden die öffentliche Debatte noch Jahre prägen. Bild: PD

Windräder werden die öffentliche Debatte noch Jahre prägen. Bild: PD

Zwar teilt die Ausserrhoder SP die Ansicht von Regierungsrat Dölf Biasotto, dass im Appenzellerland in der Sonnenenergie das grösste Potenzial vorhanden ist, doch um in allen Jahreszeiten und bei allen Wetterlagen Stromlücken zu vermeiden, sei ein möglichst breiter Mix in der Nutzung von einheimischer und erneuerbarer Energie zwingend. Entsprechend enttäuscht zeigt sich die Partei ob Biasottos Aussage, dass Windparkanlagen «im Moment nicht angemessen» sind.

Im gleichen Interview, das die Appenzeller Zeitung am 6. Februar mit dem Ausserrhoder Regierungsrat führen konnte, spricht er die aktuell sehr tiefen Strompreise an. Diese würden es aus wirtschaftlicher Sicht sinnlos machen, in Windkraftanlagen zu investieren. Namens der SP AR widerspricht Vizepräsident Jens Weber mit zwei Argumenten: Erstens seien nur schon für die Vorprüfungen für den möglichen Bau von Windturbinen im Gebiet Honegg von privater Seite mehrere hunderttausend Franken investiert worden. Zweitens habe auch der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden Einfluss auf die Strompreise, und zwar als Miteigentümer der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) und darüber hinaus auch als Teilhaber am Energiedienstleistungskonzern Axpo.

«Die Argumentation der tiefen Strompreise gibt aus Sicht der SP Aufschluss darüber, dass offenbar nach wie vor nicht verstanden wird, dass die Strompreise aus nicht erneuerbaren Energieträgern, allen voran Atomstrom, nicht den effektiven Kosten entspricht», heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung. So sei absehbar, dass für den Rückbau, die Entsorgung und die Endlagerung des radioaktiv verseuchten Materials aus den vier Kernkraftwerken der Axpo Beznau 1, Beznau 2, Leibstadt und Gösgen Steuergelder der Eigentümerkantone aufgewendet werden müssten.

Die Ausserrhoder SP erwartet vom Regierungsrat mehr Mut und mehr politische Führung in der Umsetzung der Energiewende. (pd/rf)

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