Mit Volldampf in eine neue Zukunft

Bericht von der Vereinsreise des Männerchors Ebnat-Kappel. Als fröhlich-besinnlicher Abgesang für den unlängst aufgelösten Männerchor Ebnat-Kappel machten sich ein gutes Dutzend Sänger auf ihre letzte Vereinsreise ins Wallis.

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Bericht von der Vereinsreise des Männerchors Ebnat-Kappel.

Als fröhlich-besinnlicher Abgesang für den unlängst aufgelösten Männerchor Ebnat-Kappel machten sich ein gutes Dutzend Sänger auf ihre letzte Vereinsreise ins Wallis. Es galt, den Bestand der Reisekasse in Geselligkeit aufzufrischen. Die meisten ehemaligen Männerchörler singen im neu gegründeten Konzertchor Toggenburg, einem schon über 50 Mitglieder zählenden gemischten Chor unter ihrem bisherigen Dirigenten Markus Tremmel. Der neue Chor ist schon mitten in der Probe für die Aufführungen von Josef Haydns gewaltigem Oratorium «Die Jahreszeiten» für Chor, Solisten und grosses Orchester im März 2013. Die Proben finden jeden Mittwochabend, um 20 Uhr im Kapplerhof in Ebnat-Kappel statt. Wer noch mitsingen möchte, sollte sich rasch entscheiden und ist herzlich willkommen.

Doch wenden wir uns wieder den Männerchörlern zu, der seine letzte Chorreise genossen hat: Per Car erreichten sie Brunnen und nach dem Znüni brachte sie ein stolzes Schiff über den Urnersee nach Flüelen. Hier wartete schon der Car, der die reiselustigen Sänger durch die Teufelsschlucht nach Andermatt fuhr. Nach einem währschaften Mittagessen kam der Höhepunkt der Reise: Eine alte, gemütliche Dampflokomotive ruckelte mit ihren drei Wagen und viel Rauch über die Furka-Bergstrecke nach Gletsch. Bei einem Zwischenhalt erfrischte man sich mit einem Getränk und auch die Loki bekam einen tüchtigen «Gutsch» Wasser in den Kessel. In Gletsch stiegen die Sänger wieder in den Car. Durchs Goms erreichten sie Brig und das Brigerbad, wo Essen und Unterkunft bestellt waren. Doch zwischen Tisch und Bett gab es an diesem herrlichen Sommerabend in der Gartenwirtschaft noch Gelegenheit zum Austausch von alten Reiseerinnerungen.

Den zweiten, noch wärmeren Tag begannen sie auf dem unterirdischen See von St. Léonard bei 15 Grad auf leise schaukelnden Booten. Eine halbe Stunde kein Autolärm, nur stumme, fünf Kilo schwere Forellen und welche Wonne: Kühles Dunkel ohne Sonne. Der Temperaturschock kam beim Verlassen des Höhlensees. Nach einem exquisiten Mittagessen bei «Baschi» im Obergoms ging es über Grimsel und Brünig zurück in die Ostschweiz, ins grüne Toggenburg. Ein herzlicher Dank gebührt den Reiseleitern Max und Dieter aus der Chormitte und dem Chauffeur Peter. Wir Sänger aber stimmen den Ruf mit ein: Adieu Männerchor Ebnat-Kappel – es lebe der Konzertchor Toggenburg… und mit Volldampf in die neue Zukunft.

Werner Hofer

www.konzertchor-toggenburg.ch

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