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Maturandin arbeitet massgeblich am Ausserrhoder Demenzkonzept mit: Nach Bestnote erhält sie einen Preis

Die 20-jährige Tabea Keller aus Walzenhausen und die Stiftung Altersbetreuung Herisau erhalten den Fokus-Preis von Alzheimer St.Gallen und beider Appenzell.
Mea McGhee
Fokus-Preisträger im Gespräch: Tabea Keller, Mitarbeit am Ausserrhoder Demenzkonzept, flankiert von Andreas Spitz, Geschäftsführer der Stiftung Altersbetreuung Herisau, und Chantal Sutter, Leiterin Tages- und Nachtstruktur. (Bild: Mea McGhee)

Fokus-Preisträger im Gespräch: Tabea Keller, Mitarbeit am Ausserrhoder Demenzkonzept, flankiert von Andreas Spitz, Geschäftsführer der Stiftung Altersbetreuung Herisau, und Chantal Sutter, Leiterin Tages- und Nachtstruktur. (Bild: Mea McGhee)

Anlässlich des Weltalzheimertages vom 21. September hat die Vereinigung Alzheimer St.Gallen und beider Appenzell am Freiatagabend im Kantonsratssaal in Herisau Anerkennungspreise an Tabea Keller und die Stiftung Altersbetreuung Herisau verliehen. Als Angehöriger eines von Demenz betroffenen Menschen sagte Yves Noël Balmer, Direktor des kantonalen Departementes Gesundheit und Soziales: «Es ist berührend, dass junge Menschen sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.»

Schätzungsweise 150000 Menschen mit einer Demenzerkrankung leben in der Schweiz. Alzheimer Schweiz rechnet bis 2040 mit einer Verdoppelung. Gerade in Ausserrhoden leben vergleichsweise viele alte Menschen. In Zukunft wird ein grosser Teil der Bevölkerung im Alter in einer Form von Demenz betroffen sein, sei es als Patient oder als Angehöriger. Andreas Tinner, Leiter des Ausserrhoder Amtes für Soziales, sagt: «Wir sind als Gesellschaft und als Kanton aufgefordert, uns dem Thema Demenz zu stellen und genau hinzuschauen.»

Bei Maturapräsentation vom Kanton entdeckt

Eine, die genau hingeschaut hat, ist Tabea Keller aus Walzenhausen. Sie hat 2017 die Maturaarbeit «Nationale Demenzstrategie 2014 – 2019 in den Kantonen SG/AR/AI» verfasst. Durch einen Nebenjob im Hausdienst des Altersheims Walzenhausen war die Absolventin der Kantonsschule Trogen mit der Demenzthematik in Kontakt gekommen. Bei der Präsentation ihrer mit Bestnote bewerteten Maturaarbeit wurde sie vom Kanton Appenzell Ausserrhoden «entdeckt» und für die Mitarbeit am kantonalen Demenzkonzept angefragt. Mit dessen Erarbeitung wurde das Amt für Soziales vom Regierungsrat Ende 2017 beauftragt. Ziel ist es laut Andreas Tinner:

«Die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen genau zu prüfen und dafür zu sorgen, dass alle Menschen mit einer Demenzerkrankung in allen Krankheitsphasen angemessene Angebote und Bedingungen vorfinden.»

Das Demenzkonzept werde Anfang des nächsten Jahres dem Regierungsrat vorgelegt.

Tiefgründig, eigenständig und fundiert

Kantonsschullehrer Michael Bischof würdigte Tabea Kellers Arbeit in seiner Laudatio als «tiefgründig, eigenständig, fundiert und höchst engagiert». Sie habe anwendbare Grundlagenforschung betrieben. Tatsächlich war die 20-Jährige massgeblich an der Arbeit am Kantonalen Demenzkonzept beteiligt. Mit Fachpersonen entwickelte sie eine Befragung von Leistungserbringern wie Ärzten, Pflegeeinrichtungen, Spitexorganisationen und Hospizdiensten. Auch bei der Auswertung, Zusammenfassung und Besprechung der Antworten war die Trägerin des Fokus-Preises engagiert. Es habe sich herausgestellt, dass es für Betroffene und Angehörige anspruchsvoll ist, sich in der Vielfalt der Angebote zurechtzufinden, so Andreas Tinner.

Alltagsnahe und ressourcenfördernde Strukturen

Im Namen der Stiftung Altersbetreuung Herisau nahmen Andreas Spitz, Geschäftsführer, und Chantal Sutter, Leiterin der ausgezeichneten Tages- und Nachtstrukturen, den Fokus-Preis aus den Händen von Hans-Jürg Rostetter, Präsident Alzheimer St.Gallen/beider Appenzell, sowie Geschäftsführerin Regula Kündig entgegen. Das Angebot schaffe alltagsnahe und ressourcenfördernde Situationen. «Es fördert die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen», sagte Laudator Roman Strübi.

Die Geschwister Gätzi umrahmten die Feier musikalisch.

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