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Mit Kneippen Müdigkeit vertreiben

Frühjahrsmüdigkeit muss nicht sein. Allein mit kaltem Wasser lässt sich der Kreislauf ankurbeln. Die sogenannten Kneipp-Anwendungen hat auch Priska Inauen aus Appenzell für sich entdeckt. Ihr Morgenritual: Ein Schenkelguss.
Roger Fuchs
Beim Schenkelguss wird ein kalter Wasserstrahl vom Fuss bis über das Gesäss geführt. Auch eines Wasserschlauchs kann man sich dazu bedienen. (Bild: rf)

Beim Schenkelguss wird ein kalter Wasserstrahl vom Fuss bis über das Gesäss geführt. Auch eines Wasserschlauchs kann man sich dazu bedienen. (Bild: rf)

APPENZELL. Werden die Tage wieder wärmer, spürt auch Priska Inauen aus Appenzell, dass sie schneller ermüdet. Umgangssprachlich wird dabei von Frühjahrsmüdigkeit gesprochen. Gemäss Inauen braucht der menschliche Körper eine gewisse Zeit, sich auf die verändernden äusseren Bedingungen einzustellen. Als Präsidentin des Kneippvereins Appenzell hat Priska Inauen aber auch Lösungen zur Hand. «Um richtig wach zu werden, hilft mir persönlich ein Kneipp-Guss» sagt sie. Dieser bringe den Blutkreislauf in Schwung.

Kneipp-Güsse gibt es in verschiedenen Formen. Priska Inauen setzt am Morgen auf den kalten Schenkelguss. Dabei wird ein feiner Kaltwasserstrahl von der kleinen Zehe entlang des äusseren Unterbeins und Oberschenkels bis über das Gesäss zum Rücken hochgeführt. Nach einer kurzen Verweildauer lässt man den Strahl über die Innenseiten des Oberschenkels und Unterbeins zurück zur grossen Zehe gleiten. Dasselbe wird beim anderen Bein wiederholt. Zum Schluss werden die beiden Fusssohlen mit kaltem Wasser begossen. Je nach Duschbrause kann direkt dort das Wasser zu einem Strahl gebündelt werden. Ansonsten gibt es die nötigen Produkte beim Kneippverband Schweiz zu erwerben.

Waschungen als mildere Form

Nebst dem Schenkelguss gibt es zahlreiche weitere Kneipp-Anwendungen, beispielsweise den Nackenguss, Armguss, das Tautreten, Wassertreten, oder verschiedene Formen von Waschungen mit einem befeuchteten Tuch. «Die Waschungen sind milder in der Anwendung und man wird nicht so schnell von der Wirkung überrollt wie bei einem Guss», sagt Inauen. Auf jeden Fall dürften sämtliche Anwendungen nur bei einem warmen Körper durchgeführt werden. Ansonsten empfehle sie erst ein warmes Fussbad. Nach der Anwendung sollte man sich nicht abtrocknen, sondern das Wasser abstreifen. Die durch den Wasserfilm entstehende Verdunstungskälte wiederholt gemäss Inauen den Reiz.

Allen Kneipp-Anwendungen gemeinsam ist, dass immer nur mit Hilfe des Elements Wasser der Kreislauf angekurbelt wird. «Wir bestehen selbst aus viel Wasser», sagt Priska Inauen. «Wasser belebt unseren Körper und gibt uns auch Energie.» Mit einem Kneipp-Guss würde der Körper auch angeleitet, Giftstoffe auszuscheiden. Zudem seien Kneipp-Anwendungen einfach und schnell durchzuführen. Auch gebe es keine Nebenwirkungen und es sei kostenfrei, sagt Priska Inauen.

Anwendung des Monats

Schliesslich verweist die Präsidentin von Appenzells Kneippverein noch auf eine Methode, die der Kneipp-Verband Schweiz derzeit sogar als «Anwendung des Monats» anpreist und die auch für Wasserscheue ist: Das Trockenbürsten. Mit einer Massagebürste wird der ganze Körper in rund fünf Minuten mit leichtem Druck gebürstet. Eine leichte Rötung ist die erwünschte Reaktion. Die Wirkung wird wie folgt beschrieben: Durchblutungsfördernd, blutdruckregulierend, kreislaufanregend, den Hautstoffwechsel anregend und regenerierend, abhärtend, belebend.

Infos: www.kneipp.ch

Priska Inauen Präsidentin des Kneippvereins Appenzell (Bild: pd)

Priska Inauen Präsidentin des Kneippvereins Appenzell (Bild: pd)

Bild: ROGER FUCHS

Bild: ROGER FUCHS

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