Mit jeder Faser fasnachtsbegeistert

Sie wollen die närrische Zeit noch grösser, besser und vor allem länger machen, die Mitglieder der IG Mosliger Fasnacht. Denn neu soll die Fasnacht nicht nur zwei, sondern vier Tage dauern.

Martina Signer
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IG Mosliger Fasnacht: Max Gmür, Urs Schönenberger, Alex und Karin Forrer, Manuel Gerig, Daria Schnyder, Martin Bollhalder, Patrick Castelberg und Thomas Näf (von links). Es fehlt Bruno Schneider. (Bilder: Martina Signer)

IG Mosliger Fasnacht: Max Gmür, Urs Schönenberger, Alex und Karin Forrer, Manuel Gerig, Daria Schnyder, Martin Bollhalder, Patrick Castelberg und Thomas Näf (von links). Es fehlt Bruno Schneider. (Bilder: Martina Signer)

Sie nehmen sich die ganz grossen Fasnachten zum Vorbild. «Moslig Alaaf» sozusagen. In den Köpfen die Bilder der Basler und Luzerner Fasnacht. «Naja, übertreiben wollen wir nicht, aber wir werden grösser», sagt Alex Forrer von der IG Mosliger Fasnacht. Die Mitglieder dieser IG rund um Präsident Urs Schönenberger sind mit jeder Faser ihres Körpers fasnachtsbegeistert. Das ist spürbar. Es sind Vertreter der Guggemusig, des Fasnachtskomitees, aus dem Gewerbe. Und es sind Eltern, Behördenvertreter und Vertreter von Del Capo, die sich zusammen getan haben, um die Mosliger Fasnacht noch grösser herauszubringen als sie das bisher schon ist. «Wir sehen die IG als Plattform für den Austausch untereinander. Sprich, wir bringen alle Fasnachtsverliebten an einen Tisch.» Deshalb lautet die Internetadresse der IG sinnigerweise auch www.welovefasnacht.ch. «Wir wollen die Fasnacht wieder so haben, wie sie früher mal war.» Als man noch von Beiz zu Beiz ziehen konnte und immer etwas los war.

Vier Tage Fasnacht für alle Altersgruppen

Die Mosliger Fasnacht ist erfolgreich. Warum also etwas ändern, mag sich der Leser fragen. «Es geht nicht darum, irgend etwas an den bestehenden Höhepunkten zu verändern», sagt Urs Schönenberger. Im Gegenteil. «Wir wollen das, was jetzt schon erfolgreich ist, erhalten und Neues hinzufügen», ergänzt Alex Forrer. Der Grundgedanke dahinter ist es, nach dem Motto «4 Tage, 4 Dörfer = 1 Fasnacht» die zwei soliden Säulen «Maskenball» und «Uslumpete» mit zwei weiteren Säulen zu ergänzen. Dabei sollen alle Altersgruppen vom Kindergartenkind bis zum Senior mit einbezogen werden.

Der Gemeinderat wird abgesetzt

Die Fasnacht beginnt also nächstes Jahr bereits am Donnerstag, 23. Februar. An diesem Tag werden Guggen durch das Dorf ziehen, die dekorierten Beizen öffnen ab diesem Tag für das ganze Fasnachtswochenende ihre Türen, und auch im bereits bekannten «Wöschhüsli» hinter dem «Bären» darf ab Donnerstag gefeiert werden. Gut zu wissen: «Das Wöschhüsli hat immer offen.» Egal um welche Uhrzeit, dort bekommt man immer etwas zu trinken. Doch damit an der Fasnacht auch wirklich die Narren regieren können, wird am Donnerstag der Gemeinderat abgesetzt. Das Mosliger Fasnachts- Gmändämmeli, kurz «MFG», wird zusammen mit seinen zwei Ministern für Kultur und Programm über die Gemeinde herrschen. Die Namen derjenigen, die sich für dieses Amt zur Verfügung stellen, werden derzeit noch streng unter Verschluss gehalten. Doch haben sie das Zepter erst einmal übernommen, steht der viertägigen Fasnacht auf den Strassen, in der Schule, den Beizen und natürlich den Herzen der Fasnächtler nichts mehr im Weg. Denn danach geht es Schlag auf Schlag weiter.

Gewerbler treffen sich zum Fasnachtshöck

Den Freitag könnte man wohl als den Tag bezeichnen, wo alle Familienmitglieder etwas vom Fasnachtskuchen abbekommen. In der Schule wird die Geschichte rund um die Fasnacht unter die Lupe genommen, am Mittag gibt es in den dekorierten Beizen für Eltern und ihre Kinder preiswerte Fasnachts-Menus, die Jugendlichen besuchen die Fasnachts-Disco, und die Gewerbler treffen sich zum Fasnachtshöck. «Wir träumen schon fast davon, dass die Gewerbler, wenn die neue Fasnacht sich etabliert hat, ihre Geschäfte über das Fasnachtswochenende schliessen.»

Am Abend des Freitags wird die Beizen-Fasnacht auf alle Dörfer der Gemeinde ausgedehnt. Damit die Besucher die Fasnacht unbeschwert geniessen können, bringt sie ein gratis Shuttle-Bus in alle Dörfer: nach Libingen, Dreien, Mühlrüti und wieder nach Mosnang. Die Passwit-Tröller werden durch die Dörfer touren, und auch die Guggemusig ist mit von der Partie. Samstag und Sonntag folgen «Maskenball» und «Uslumpete».

In einem Monat, am 11. November, wird das Fasnachtskomitee Mosnang das gut gehütete Geheimnis des Fasnachtsmottos lüften. Ausserdem befragen die Mitglieder der IG Mosliger Fasnacht in den nächsten Wochen die Bürger, warum sie die Fasnacht lieben. Nachzulesen sein wird das unter www.welovefasnacht.ch