Mit Herzblut beim Retten dabei

WILDHAUS. Die Ehrung langjähriger Samariter, das Jubiläum 75 Jahre Samariterverein Wildhaus und Geselligkeit prägten die Delegiertenversammlung des Samariterverbandes St. Gallen und des Fürstentums Liechtenstein.

Adi Lippuner
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Verdiente Samariter geehrt: (von links) Evelyne Gamber, Lichtensteig (Henry-Dunant-Medaille); Georg Breitenmoser, Mosnang (50 Jahre Samariter) und Helene Höller, Oberhelfenschwil (Henry-Dunant-Medaille). (Bild: Adi Lippuner)

Verdiente Samariter geehrt: (von links) Evelyne Gamber, Lichtensteig (Henry-Dunant-Medaille); Georg Breitenmoser, Mosnang (50 Jahre Samariter) und Helene Höller, Oberhelfenschwil (Henry-Dunant-Medaille). (Bild: Adi Lippuner)

«Samariter sind Spezialisten in erster Hilfe und Betreuung. Ihr Fachwissen kommt ihnen selbst und ihrem Umfeld im Alltag zugute. Sei dies bei Verkehrs-, Arbeits- oder Haushaltunfällen. Doch auch Kameradschaft, Geselligkeit und Spass kommen nicht zu kurz.» Soweit die Werbung in «eigener Sache», gelesen auf www.samariter.ch.

So trafen sich am Samstagnachmittag 127 gut gelaunte Delegierte aus dem ganzen Kanton in der Mehrzweckhalle Chuchitobel. Schwerpunkte dieser Zusammenkunft sind jeweils die Ehrungen und da standen langjährige Samariterinnen und Samariter, die sich mit viel Herzblut für diese Freiwilligenarbeit zur Verfügung stellen, im Mittelpunkt. Aus dem Toggenburg wurde Georg Breitenmoser, Mosnang, für 50 Jahre Einsatz als Samariter geehrt. Zudem erhielten Helene Höller, Oberhelfenschwil, und Evelyne Gamber, Lichtensteig die Henry-Dunant-Medaille für 25 Jahre aktive Samaritertätigkeit. Vreni Bösch, Ebnat-Kappel, wurde für 30 Jahre Einsatz als Kursleiterin geehrt.

Zahlen und Fakten

Der Verband St. Gallen Fürstentum Liechtenstein ist in die drei Regionen Rheintal, Fürstentum Liechtenstein, Rorschach-St. Gallen-Gossau und Toggenburg aufgeteilt. Jede einzelne Region umfasst jeweils fünf Subregionen. Insgesamt zählen 71 Samaritervereine zum Kantonalverband. 2000 Mitglieder, gesamtschweizerisch sind es deren 30 000, engagieren sich im Bereich erster Hilfe, sichern als «Posten» die Durchführung von Anlässen und geben ihr Wissen weiter. Das Vermögen des Kantonalverbands musste im Berichtsjahr einen Rückschlag von knapp 25 000 Franken verkraften, angesichts des Vermögenstandes per 31. Dezember 2012 von gut 144 000 Franken aber verkraftbar, wie von Seiten des Kantonalvorstands zu hören war.

Beziehung zu Vereinen pflegen

Auch im Budget fürs laufende Jahr ist ein Rückschlag von rund 23 000 Franken vorgesehen. Trotzdem wird der Beitrag für Aktive bei acht und für Passive bei 15 Franken belassen. Die Kantonalpräsidentin Ursula Forrer, Algetshausen, sagte in ihrem Jahresbericht, «auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen». Es sei ein intensives Jahr gewesen, «und mir wurde bewusst, dass ich den Kontakt zu den Vereinen gut pflegen muss». Der Mitgliederschwund sei ein grosses Thema und deshalb sei es wichtig, bei jeder Gelegenheit auf die wertvolle Arbeit der Samariter hinzuweisen.

Das Toggenburg erleben

Gemeindepräsident Rolf Züllig nutzte die Gelegenheit, den Delegierten und Gästen «seine» Gemeinde, nämlich Wildhaus-Alt St. Johann, näher vorzustellen. Bereits mit den ersten Worten «Mein Vater hat gesagt, Bub steh auf, damit man dich sieht, sprich laut, damit man dich hört und rede nicht zu lange, damit man dich mag», eroberte er die Herzen der Anwesenden.

«Die Samariter leisten wertvolle Dienste für die Öffentlichkeit und es ist nicht selbstverständlich, dass unser Verein in Wildhaus sein 75jähriges Bestehen feiern kann.» Rolf Züllig betonte auch, dass es nicht reiche, Bilder vom Toggenburg zu sehen, «unser Tal muss man erleben».

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