Mit Gummibärli und Kaffee zum Sieg

ALT ST.JOHANN/SIGRISWIL. Andrea Huser gewann am Samstag mit ihrem Team den Alpinismus-Wettkampf Patrouille des Glacier von Zermatt nach Verbier. Nach 53 Kilometern in 10 Stunden 48 Minuten und erreichten die drei Frauen das Ziel. Die gebürtige Alt St. Johannerin ist für ihre Teilnahme an Extremwettkämpfen bekannt.

Christiana Sutter
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Das Siegerteam der Kategorie Frauen Z1 mit Michaela Feuerle, Milena Landwig und Andrea Huser (von links). (Bild: pd)

Das Siegerteam der Kategorie Frauen Z1 mit Michaela Feuerle, Milena Landwig und Andrea Huser (von links). (Bild: pd)

Auf dem Podest zu stehen an der Patrouille des Glacier ist ein spezielles Erlebnis. Das durfte Andrea Huser letztes Wochenende erfahren. Zusammen mit Michaela Feuerle aus Dornbirn und Milena Landwig aus Pontresina gewann Huser in der Frauen-Kategorie Z1 der Patrouille des Glacier. Gestartet sind die drei Frauen Samstagnachts um ein Uhr in Zermatt. Das Ziel in Verbier nach 53 Kilometern und 110 Leistungskilometern erreichten die Alpinistinnen nach 10 Stunden und 48 Minuten. Bei den Männern wäre das eine Klassierung unter den ersten zehn gewesen.

Polysportive Extremwettkämpfe

Im prestigeträchtigen internationalen Skialpinismus-Wettkampf in den Walliser Alpen sind Tourengänger mit alpinistischen Kenntnissen gefragt. Andrea Huser ist für ihre extremen Sportwettkämpfe bekannt. Letztes Jahr erreichte sie beim Gigathlon in der Kategorie Single-Women den zweiten Platz. Bei ihrer ersten Teilnahme am Jungfraumarathon letzten September, wurde sie auf Anhieb Zweite. Sich sportlichen Herausforderungen zu stellen, gehört zum Wesen von Andrea Huser. Daher kaufte sie sich diesen Winter eine leichte Skitouren-Ausrüstung und absolvierte ein paar Skitouren-Rennen. «Bei diesen Rennen hat es mich so richtig gepackt.» Obwohl Huser sich die Patrouille des Glaciers bereits letztes Jahr in den Kalender geschrieben hat, meldete sie sich erst einen Tag vor Anmeldefrist definitiv an.

Mit Pausen zum Sieg

Die Patrouille des Glacier fordert die Sportler. «Das Härteste war die Kälte, die Distanz und gegen den Schluss auch die hohen Berge, die zu überwinden waren», sagt Huser. Ein wichtiger Teil der Vorbereitung war dann auch eine eiweiss- und kohlenhydratreiche Ernährung. «Während des Wettkampfs habe ich Gummibärli gegessen und viel Kaffee getrunken», sagt die Extremsportlerin mit einem Augenzwinkern. Natürlich waren auch WC-Stops nötig. «Hätten wir zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass wir um den Sieg laufen, hätten wir unsere Pausen nicht so ausgedehnt.»

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