Mit Geschick, Hand und Herz tätig sein

Die Sakristaninnen und Sakristane Wil-Toggenburg (Kreis 4) trafen sich in der neu renovierten Kirche St. Kilian in Bütschwil zur jährlichen Kreisversammlung.

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Die Sakristaninnen und Sakristane Wil-Toggenburg (Kreis 4) trafen sich in der neu renovierten Kirche St. Kilian in Bütschwil zur jährlichen Kreisversammlung.

Pfarrer Josef Manser sagte im Gottesdienst, dass Sakristaninnen und Sakristane oft die erste Ansprechperson für Suchende und Hilfsbedürftige seien. Die stille Arbeit der Mitglieder stand für einmal im Mittelpunkt.

Er listete die vielfältigen Aufgaben der Frauen und Männer auf, die in den Dörfern des Toggenburgs und der Region Wil in den grossen und kleinen Kirchgemeinden tätig seien. Sie leisten einen Dienst an Gott, den Mitmenschen und an sich selber, fasste der Priester die wertvolle Arbeit zusammen. Der Gottesdienst wurde vom Frauenchor Bütschwil feierlich umrahmt.

Arbeit wertschätzen

Beim anschliessenden Apéro im Restaurant Hirschen bot sich Gelegenheit einander ausgiebig zu begrüssen, Erfahrungen auszutauschen und zu erzählen. Auch die Gäste zeigten ihre Wertschätzung mit ihrer Anwesenheit. Kirchenpräsident Josef Fässler rollte die Geschichte der Kirchgemeinde Bütschwil auf. Gemeindepräsident Karl Brändle rührte die Werbetrommel für seine Gemeinde «mit Charme», erinnerte sich an seine Ministrantenzeit – «die Mesmer lehrten mich eine ehrfürchtige

und angemessene Haltung sowohl in der Kirche wie fürs Leben» – und nannte die schönen, gepflegten Kirchen eine Visitenkarte der Gemeinden.

Verschiedene Vereinsanlässe

Martin Betschart aus Jonschwil, der Präsident des Sakristanenvereins Kreis 4, leitete die 117. Kreisversammlung. 71 stimmberechtigte Mitglieder und eine Reihe von Gästen nahmen daran teil.

An der Versammlung durften die Neumitglieder: Ursula Schönenberger, Henau; Max Keller, Wil und Alfred Spitzli, Bichwil im Mesmerkreis willkommen geheissen werden. Sie erhielten eine Kerze und Streichhölzer, um das Licht anzuzünden und um «Sonne für andere» zu werden.

Markus Schönenberger präsentierte Zahlen aus dem «Milchbüchlein», ein altes Stück, das weitergegeben wird.

Aktuarin Rita Meienberger las als Auftakt zum Jahresbericht des Präsidenten ein Gedicht von Max Rüeger. Martin Betschart erinnerte an die Anlässe des vergangenen Jahres. Der erste Neujahrsapéro, die Kreisversammlung in Lenggenwil, die Maiandacht in Niederglatt, der Jahresausflug nach Rheinau, die jährliche Wallfahrt nach Ziteil, die Mesmerhöcks, die Herbstwanderung, die Weiterbildung in Quarten und der Adventshöck in Jonschwil. Dank verschiedenster Vereinsanlässe durchs Jahr wird die Kollegialität untereinander gepflegt.

Die Seniorenmesmerinnen und -mesmer treffen sich monatlich und halten so weiterhin Kontakt. Seit 1993 fanden 187 Treffen statt. Hans Eichmüller, Kirchberg und Ferdinand Keller, Lenggenwil, hatten bis jetzt die Verantwortung. Neu wird Kaspar Hofstetter den Stamm durchführen.

Langjährige Mitglieder geehrt

Ferdinand Keller, Lenggenwil wurde für 50 Jahre und Pius Rüegg aus Wattwil für 20 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Für sie gab es eine Urkunde. Maria Schweizer und Evelyne Tischhauser aus Neu St.

Johann haben beide die Sakristanenschule abgeschlossen. Die Kreisversammlung 2011 findet in Mogelsberg statt. Die dortige Mesmerin, Doris Näf, wird die Tagung organisieren. Ortssakristan Patrick Stillhart und seine Frau Claudia durften als Dankeschön für die tolle Organisation der Tagung eine Flasche «Seelentröpfli» entgegennehmen. Grosses Interesse zeigten die Teilnehmer am Film über die Kircheninnenrenovation.

Im Anschluss an die Versammlung bot Patrick Stillhart eine Führung durch die im neuen Glanz erstrahlte Kirche an.

Rita Meienberger, Mosnang

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