Mit Drahtesel und Schiff auf Reisen

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Bühler Das Reiseziel des zweitägigen Ausflugs des Damenturnvereins Bühler hielten die Organisatorinnen Astrid Zuberbühler und Miriam Brülisauer vorerst noch geheim. Am Samstag um 8.45 Uhr wurden zuerst die Velos verladen. Die Turnerinnen hingegen reisten per Bahn nach Kreuzlingen, wo sie ihre Velos wieder in Empfang nahmen. ­Einige Räder waren motorisiert, andere klassisch und wieder andere führten gar noch das Werkzeugtäschli unter dem Sattel mit. Dieses kam auch sogleich bei einem kurzen Velomechanikerkurs zum Einsatz. Die Turnerinnen begaben sich bei wechselhaftem Wetter dem Seerhein entlang auf den Weg nach Gottlieben. Nach einem Kaffeehalt ging es weiter dem lieblichen Untersee entlang. In Steckborn genossen sie ihre Mittagsrast bei warmem Sonnenschein am Seeufer. Die Fahrt führte weiter durch die schöne Landschaft bis nach Stein am Rhein. Beim Zvierihalt machte sich bei einigen Teilnehmerinnen ein Ziehen in den Muskeln bemerkbar. Der anstrengendste Teil ihrer Velotour stand jedoch noch bevor. In Schaffhausen musste, um das Nachtlager zu erreichen, ein steiler Hügel erklommen werden. Die Velos wurden dann per Anhänger zurück nach Bühler gefahren. Wer Schaffhausen besucht, kommt an der alten Stadtfestung und dem Munot kaum vorbei. Der steile Aufstieg wird durch die schöne Aussicht über die Dächer der Stadt und ins nahe Umland mehr als entschädigt. Am Ufer des Rheins genossen die Turnerinnen einen wunderbaren Abend und liessen den Tag gemütlich ausklingen.

Der Sonntagmorgen begann nach einem feinen Frühstück mit einer Wanderung. Da mit jedem Schritt ein lauteres Getöse ertönte, war schnell klar, dass der Weg zum Rheinfall in Neuhausen führen würde. Dort war jedoch noch nicht die Zeit, die Füsse in das erfrischende Nass zu tauchen. Weit gefehlt; der dort eingerichtete grosse Seilpark «Adventure Park Rheinfall» erforderte Kondition, Kraft und Ausdauer. Einige waren ganz chribbelig und freuten sich auf die Parcours, anderen wurden die Knie etwas weich. Es kam jede in den Genuss, und am Ende waren alle glücklich, dass sie trotz aufgetretenen Unsicherheiten einige Runden gewagt und erfolgreich absolviert hatten. Nach drei Stunden waren aber alle müde, und die Kraft liess nach. Da wurde die Bootsrundfahrt am Rheinfall gerne in Anspruch genommen. Nach einem gemütlichen Mittagessen musste es plötzlich schnell gehen, um ja nicht den Zug zu verpassen. Als die Turnerinnen etwas abgehetzt den Bahnhof erreichten, erfuhren sie, dass die Heimreise wegen eines Fahrzeugunfalls nicht über Winterthur, sondern der Seelinie entlang führen würde. Die Heimfahrt mit dem Zug wurde genutzt, um etwas zu plaudern, die Aussicht zu geniessen und zwischendurch ein Lied anzustimmen. (pd)