Mit DNA gegen fehlbare Hundehalter

Ruth und Christoph Neeracher, 9100 Herisau
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Sehr geehrter Herr Regierungsrat Weishaupt

Kaum schmilzt der Schnee, zeigt sich alljährlich an vielen Orten das gleiche unappetitliche Bild. Wo man hinschaut, Hundekot. Landauf, landab werden Strategien gegen Littering propagiert. Aber gegen die faulen Hundehalter, die die Exkremente ihrer Vierbeiner einfach liegen lassen, wird nichts unternommen. Meine Frau und ich sind Hundehalter, und wir spüren seit Jahren eine zunehmende Ablehnung in der Bevölkerung. Verwundern tut uns das nicht, aber es betrübt uns und erfüllt uns mit Zorn. Dabei wäre es heute problemlos möglich, die und Täter mittels DNA zu ermitteln. Ausgerechnet Neapel mit seinen mafiösen Abfallproblemen hat es geschafft, mit dieser Methode die Schweinerei drastisch zu reduzieren. Dieselben Erfahrungen machten die Behörden von Stadtteilen Londons. Sie sprechen von einer Reduktion um 90 Prozent. Auch Städte in Deutschland und Holland befassen sich mit der Einführung der DNA-Hundekot-Ermittlung oder haben sie bereits eingeführt. Es bedarf nur eines Abstrichs von Speichel oder eines Tropfen Bluts, und die erfasste DNA wird in der Schweizer Datenbank Amicus oder beim Kanton gespeichert. Es handelt sich also nur um eine zusätzliche Information in der obligatorischen Registrierung. Ich denke, dass allein schon die Ankündigung einer solchen Massnahme ihre Wirkung nicht verfehlen würde. Den Unbelehrbaren müsste die Busse so weh tun, dass sie künftig auch zum Säckli greifen würden. Wir hoffen, dass unser Anstoss für saubere Plätze, Wiesen und Strassen nicht nur Ihr Gehör finden wird, sondern dass Sie den Mut haben, hier ebenfalls eine Pionierrolle einzunehmen.

Ruth und Christoph Neeracher, 9100 Herisau