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Mit dem XXL-Postauto auf die Schwägalp

An sonnigen Tagen bringen Postautos bis zu 200 Fahrgäste pro Stunde auf die Schwägalp. Mit einem XXL-Postauto möchte die PostAuto Region Ostschweiz in Zukunft besser auf die stark schwankenden Passagierzahlen reagieren können.
Ein ungewohnter Anblick: Das XXL-Postauto auf dem Weg zur Schwägalp. (Bild: pd)

Ein ungewohnter Anblick: Das XXL-Postauto auf dem Weg zur Schwägalp. (Bild: pd)

SCHWÄGALP. Die PostAuto Region Ostschweiz hat am vergangenen Freitag zwischen Urnäsch und der Schwägalp einen Personen-Anhängerzug getestet. Das sogenannte XXL-Postauto ist eine Alternative zu den aktuell eingesetzten doppelstöckigen Fahrzeugen.

Die 23 Meter lange Fahrzeugkomposition der Firma Hess AG aus dem solothurnischen Bellach besteht aus einem zwölf Meter langen Zugfahrzeug und einem elf Meter langen Personenanhänger, schreibt PostAuto Schweiz in einer Mitteilung. Sie wird angetrieben von einem 395 PS starken Motor der Marke Mercedes-Benz. Das getestete Postauto steht seit einem Jahr zwischen dem freiburgischen Düdingen und dem bernischen Laupen im Einsatz. Es bewältigt dort den Schülertransport am Morgen, Mittag und nach Schulschluss. Ausserhalb der Stosszeiten ist das Postauto ohne Anhänger unterwegs.

Schwankende Fahrgastzahlen

Das Postauto ist ab Urnäsch und Nesslau mit einem Stundentakt der ganzjährige Zubringer auf die Schwägalp und zur Säntisbahn. Je nach Jahreszeit und Witterung schwanken die Fahrgastzahlen stark. An Spitzentagen sind 200 Fahrgäste pro Stunde keine Seltenheit. Mit einem Personen-Anhängerzug könne flexibel auf die sich verändernde Nachfrage reagiert werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Je nach Fahrgastaufkommen kann das Fahrpersonal beim Bahnhof in Urnäsch oder auf der Schwägalp durch das An- oder Abkuppeln des Postauto-Personenanhängers die Kapazität vergrössern oder verkleinern.

Das XXL-Postauto bietet 63 Sitz- und 100 Stehplätze. Dies sind rund 20 Stehplätze mehr als in einem Gelenkbus und 70 Stehplätze mehr als in herkömmlichen Postautos. Zugfahrzeug und Anhänger haben einen Niederflur-Einstieg und sind mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Sie bieten genügend Platz für Kinderwagen, Rollstühle oder Wanderausrüstung.

Lange Tradition

Bis 1987 war auf der Strecke Urnäsch–Schwägalp der letzte Postauto-Personenanhänger der Schweiz unterwegs. Während Jahren waren danach keine passenden Zugfahrzeuge mehr lieferbar, so dass seit 1997 Doppelstock-Postautos mit rund 80 Sitz- und 20 Stehplätzen eingesetzt werden. Die rund 20 Doppelstöcker in der Region Ostschweiz müssen in den nächsten Jahren ersetzt werden – die XXL-Postautos könnten eine mögliche Alternative darstellen.

Entscheid im Sommer 2014

Die Ergebnisse der technischen Versuchsfahrten werden nun ausgewertet. Neben wirtschaftlichen und kundendienstlichen Überlegungen will PostAuto Schweiz auch ökologische Aspekte wie beispielsweise den Treibstoffverbrauch berücksichtigen. Mit einem Entscheid über die Beschaffung ist im Sommer 2014 zu rechnen. (pd)

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