Mit dem Wolf im Schafspelz gegen Ecopop

Ein Wolf am Bräkerplatz in Wattwil! Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein reales Tier, sondern um eine aufstellbare Figur aus Karton. Vergangenen Samstag fand der nationale Aktionstag gegen die Ecopop-Initiative statt.

Fabienne Bünzli
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Auf der Kartonfigur steht: «Achtung vor dem Wolf im Schafspelz». Der Wolf diente den Jungfreisinnigen als Blickfang. (Bilder: pd)

Auf der Kartonfigur steht: «Achtung vor dem Wolf im Schafspelz». Der Wolf diente den Jungfreisinnigen als Blickfang. (Bilder: pd)

Ein Wolf am Bräkerplatz in Wattwil! Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein reales Tier, sondern um eine aufstellbare Figur aus Karton. Vergangenen Samstag fand der nationale Aktionstag gegen die Ecopop-Initiative statt.

Die Jungfreisinnigen Toggenburg (JFTO) beteiligten sich am nationalen Aktionstag gegen die Ecopop-Initiative und führten eine originelle Standaktion durch. Dabei verteilten sie spezielle Give-Aways: So erhielten die Passanten Gummibärchenpackungen mit aufgedrucktem «Ecopop-NEIN»-Logo.

Wolf als Blickfang

Als besonderer Hingucker diente zudem ein «Wolf im Schafspelz». Ziel war es, mit dieser Kartonfigur die Aufmerksamkeit der Passanten zu gewinnen und sie auf die Gefahren der Initiative hinzuweisen. Zudem sollte der Wolf im Schafspelz verbildlichen, dass die Vorlage alles andere als harmlos ist. Die Standaktion war aus Sicht der Jungfreisinnigen ein voller Erfolg. «Der Wolf entpuppte sich als regelrechter Blickfang. Immer wieder blieben Leute vor der Kartonfigur stehen und kamen mit uns ins Gespräch», schilderte Johannes Wagner, Organisator der Standaktion und Vizepräsident der JFTO. Dadurch ergaben sich zahlreiche angeregte Diskussionen.

«Wir machten die Erfahrung, dass viele Passanten der Initiative eher skeptisch gegenüberstehen. Besonders der zweite Teil der Vorlage scheint auf eine relativ breite Ablehnung zu treffen», resümierte Tobias Bannwart, Präsident der JFTO. So fordert die Ecopop-Initiative unter dem Deckmantel des Umweltschutzes einen anmassenden und absurden Ansatz zur Geburtenkontrolle in Drittweltländern. Verlangt das Volksbegehren doch, zehn Prozent des Budgets für Entwicklungshilfe in Massnahmen für Familienplanung zu investieren. Faktisch würde die Schweiz anderen Ländern also vorschreiben, wie viele Kinder sie haben sollen.

Des weiteren wollen die Ecopop-Initianten, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz aufgrund der Zuwanderung jährlich nur noch um maximal 0,2 Prozent wachsen darf.

Ecopop: Absurd und anmassend

Diese Regelung, welche die Ecopop-Initiative fordert, wäre für die Schweiz fatal. Hätten doch Spitäler, Pflegeheime, Baufirmen oder landwirtschaftliche Betriebe mit einem gravierenden Fachkräftemangel zu kämpfen.

Die Jungfreisinnigen Toggenburg werden sich daher auch weiterhin aktiv gegen die Ecopop-Initiative engagieren. Schliesslich geht es unserer Meinung nach darum, dass diese Vorlage am Sonntag, 30. November, eine möglichst deutliche Abfuhr an der Urne erfährt.

Die Jungfreisinnigen Toggenburg führten am Samstag auf dem Wattwiler Bräkerplatz ihre Standaktion gegen die Ecopop-Initiative durch.

Die Jungfreisinnigen Toggenburg führten am Samstag auf dem Wattwiler Bräkerplatz ihre Standaktion gegen die Ecopop-Initiative durch.

Die Jungfreisinnigen Toggenburg führten am Samstag auf dem Wattwiler Bräkerplatz ihre Standaktion gegen die Ecopop-Initiative durch. (Bild: pd)

Die Jungfreisinnigen Toggenburg führten am Samstag auf dem Wattwiler Bräkerplatz ihre Standaktion gegen die Ecopop-Initiative durch. (Bild: pd)