Mit dem Velo auf die Schwägalp, Schwimmen im Seealpsee und joggend auf den Säntis: Dimitri Egger absolviert den 20. Ironman für einen guten Zweck im Appenzellerland

Seit 2018 absolviert Dimitri Egger im Kampf gegen Krebs in allen Kantonen der Schweiz einen Ironman. Das Appenzellerland ist die 20. Etappe des Dimitriathlon. Er absolviert sie am Samstag, 25. Juli.

Eva Wenaweser
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Der 31-jährige Dimitri Egger möchte mit dem Projekt den Kampf gegen Krebs unterstützen.

Der 31-jährige Dimitri Egger möchte mit dem Projekt den Kampf gegen Krebs unterstützen.

Bild: Lucas Vuitel

72,2 Kilometer Schwimmen, 798 Kilometer Laufen und 3420 Kilometer Radfahren: Diese Gesamtstrecke legte Dimitri Egger seit 2018 zurück, als er sich im Rahmen einer Spendenaktion im Kampf gegen den Krebs, das Ziel setzte, in allen Kantonen der Schweiz einen Ironman zu absolvieren.

Am Samstag, dem 25. Juli, erreicht der sogenannte Dimitriathlon seine 20. Station – das Appenzellerland. Für den 31-jährigen Präsidenten des Vereins Cause Toujours steht dabei die Spendenaktion im Kampf gegen Krebs im Vordergrund.

Vor der drei Jahren hat der gebürtige Lausanner seinen Vater an Krebs verloren. Er sagt: «Das Projekt ist für mich zwar eine Herzensangelegenheit. Allerdings betrifft Krebs alleine in der Schweiz so viele Menschen, dass ich die Aktion auch neben dem persönlichen Aspekt als wichtig erachte.» Egger möchte darauf aufmerksam machen, dass es bereits mit kleinen Schritten möglich ist, das Krebsrisiko zu mindern:

«Dazu zählen simple Dinge wie beispielsweise regelmässige Bewegung, eine gesunde Ernährung und dass man mit der Sonne aufpasst.»

Lachend fügt er an, dass man dafür keinen Ironman laufen müsse.

Mehr zum Projekt und wie sie es unterstützen können, erfahren Sie hier.

Dimitri Egger, Präsident Cause Toujours.

Dimitri Egger, Präsident Cause Toujours.

Bild: Lucas Vuitel

Egger möchte an Orte gelangen, die er noch nicht kennt

Am Freitagnachmittag ist Egger in Appenzell angekommen. Weil er am nächsten Tag bereits um 3 Uhr in der Früh mit seinen 180 Kilometern auf dem Fahrrad startet, hiess es für ihn: Früh zu Abend essen und dann ins Bett, um fit für den kommenden Ironman zu sein.

«Das ist bisher meine frühste Startzeit, aber es liegt eine lange und anspruchsvolle Strecke vor mir», sagt Egger. Dabei freue er sich besonders darauf, im Seealpsee seine 3,8 Kilometer zu schwimmen.

«Die Seen, in denen ich bisher für den Ironman geschwommen bin, waren alle eher im Flachland – ein Bergsee ist neu für mich.»

Laut Egger wählt er alle Strecken selber aus und dabei spielen für ihn drei Aspekte eine Rolle: Die Distanzen müssen entsprechend eines Ironman sein, die Höhenmeter sollen sich in einem normalen Rahmen bewegen und er will damit an Orte gelangen, die er noch nicht kennt. Daher habe er sich für seine 42 Kilometer lange Laufstrecke im Appenzellerland auch für einen Abstecher auf dem Säntis entschieden.

In jedem Kanton hat es schöne Erlebnisse gegeben

Abgesehen von einzelnen Orten, habe es ihn überrascht, dass er in jedem Kanton tolle Momente erlebt hat:

«Ich hätte nicht erwartet, überall an solche einzigartige Orte zu gelangen.»

Mit jedem einzelnen Ironman habe er seine Schweizkenntnisse erweitert und es umso mehr zu schätzen gelernt, in einem Land wie der Schweiz leben zu dürfen. Bisher habe er, ausser in zwei Kantonen, überall zahlreiche Unterstützer gehabt. «Manche sind ein Stück der Strecke mitgelaufen, andere haben mir Verpflegung gebracht und einige haben nur zugejubelt», sagt Egger.

Da er am Samstag schönes Wetter erwartet, hofft er darauf, wieder einige Leute anzutreffen. «Solche Erfahrungen machen doch erst dann richtig Spass, wenn man sie mit anderen teilen kann.» Generell ist Egger jedem dankbar, der das Projekt auf die eine oder andere Art unterstützt. Denn obwohl er bezüglich der Spendenbeiträge keine genauen Erwartungen hatte, wurden bereits 10'000 Franken gespendet:

«Mir ist bewusst, dass das in der Krebsbekämpfung ein kleiner Betrag ist. Trotzdem freue ich mich, etwas beisteuern zu können.»

«Es liegt mir sehr am Herzen, den Leuten etwas zurückzugeben»

Da Egger als Freelancer im Sportbereich tätig ist, habe er aktuell genügend Zeit, um sein Projekt durchzuführen. «Wegen des Coronavirus sind viele Veranstaltungen abgesagt worden. Als Freelancer konnte ich meine Ressourcen aber davor schon selber einteilen.»

Am 12. September findet im Kanton Waadt der letzte Ironman im Rahmen des Projekts statt. Für Egger ist es wichtig, das laufende Projekt abzuschliessen, bevor er sich bereits Gedanken über ein Neues macht. Wenn Egger den Ironman in allen Kantonen absolviert hat, ist er es insgesamt 87,4 Kilometer geschwommen, 966 Kilometer gelaufen und 4140 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Total sind das 5193,4 Kilometer.

Für ihn steht fest: «Es liegt mir sehr am Herzen, den Leuten etwas zurückzugeben. Daher möchte ich den Verein weiterführen und ich bin mir sicher, dass weitere Ideen für gemeinnützige Projekte dann nicht lange auf sich warten lassen.»

Bisher hat Egger im Rahmes des Projekts bereits 3420 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt.

Bisher hat Egger im Rahmes des Projekts bereits 3420 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt.

Bild: causetoujours.ch