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Mit dem Muni über Stock und Stein

Gaëtan Dübler und sein Muni Léo wandern von Yverdon nach Rorschach und zurück. Im Gepäck nur das Nötigste, machten die beiden sich am 17. Mai auf den Weg nach Rorschach. Nun haben sie in Wattwil einen Zwischenstop eingelegt.
Dominic Engler
Nach ihrem Zwischenstop in Wattwil geht für Muni Léo und Gaëtan Dübler die Reise nach Rorschach weiter. (Bilder: Dominic Engler)

Nach ihrem Zwischenstop in Wattwil geht für Muni Léo und Gaëtan Dübler die Reise nach Rorschach weiter. (Bilder: Dominic Engler)

REGION. Auf seinem Weg vom Neuenburgersee zum Bodensee fiel er schon verschiedenen Personen auf. Die Zeitschrift «24 heures» schrieb bereits einen Bericht über seine Reise, auch «20 Minuten» und Radio FM1 schrieben ein paar Schlagzeilen. Diese aber mehr, weil sein Muni vor verschiedenen Einkaufsläden zu beobachten war. Als Gaëtan Dübler kürzlich in der Migros Wattwil einkaufen war und sein Muni, der den Namen Léo trägt, bei den Veloabstellplätzen befestigte, wurden verschiedene Passanten auf ihn aufmerksam und fotografierten diese nicht alltägliche Situation. Nur wussten die Leute zu jenem Zeitpunkt nicht, wem der Muni gehört oder wie der vor die Migros kam. Bei der Polizei wurde auch bereits nachgefragt, ob ein ausgesetztes Kalb registriert wurde.

Gaëtan Dübler trifft oft Leute, wo er einen Stop einlegen kann.

Gaëtan Dübler trifft oft Leute, wo er einen Stop einlegen kann.

Wie alles angefangen hat

Der 37jährige, Gaëtan Dübler wuchs in Rue, Kanton Fribourg auf. Später studierte er in Montréal und Paris Journalismus. Zudem hat er bei der CNRS, Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung, als wissenschaftlicher Journalist gearbeitet. Nach einigen Jahren hat sich Gaëtan Dübler, wie er selbst sagt, radikal verändert: «Ich habe auf Seite der Eltern landwirtschaftliche Wurzeln, dorthin will ich zurückkehren. Nun bietet er Trekkings an, aber nicht mit einem Esel wie man es kennt, sondern mit einem Stier. Wie mit solchen Tieren umzugehen ist, hat der 37-Jährige bei einem Stierzüchter im Elsass gelernt. Kurz darauf kaufte er sich Léo, der zur Rasse Hinterwälder gehört. Seit Léo ein Monat alt ist, trainieren sie zusammen und machten verschiedene Trekkingtouren, zum Teil auch mehrtägige.

Jetzt ist Léo acht Monate alt. «Beim Start unserer Reise konnte Léo bereits zehn Stunden am Stück laufen, jetzt sind es ein paar Stunden mehr», sagt Dübler.Am 17. Mai sind die beiden in Yverdon gestartet, danach ging der Weg nach Le Chalet-à-Gobet und von dort auf dem Jakobsweg weiter. Rund eineinhalb Monate später sind sie in Wattwil angelangt, und bei den beiden ist noch keine Spur von Müdigkeit vorhanden. «Wir werden bis nach Rorschach wandern, Léos Ausbildung wird dann zu Ende sein und wir können zurückkehren», sagt Dübler. Gaëtan Dübler muss regelmässig die Behörden kontaktieren, denn die Bestimmungen einer solchen Reise mit einem Rind sind unklar.

«Wir müssen informiert sein, wo sich das Tier befindet und wie es ihm geht», sagt der Kantonstierarzt von Waadt, Giovanni Peduto. «Mit Léo gab es bis anhin keine Probleme, egal ob wir in der Stadt, auf Wanderwegen oder sonstwo unterwegs waren. Zudem sind wir viel auf Wiesen unterwegs, wo Léo fressen kann», erklärt Dübler.

Gaëtan Dübler und Muni Léo gönnen sich eine Pause.

Gaëtan Dübler und Muni Léo gönnen sich eine Pause.

Nur das Nötigste eingepackt

Seine Packung beträgt insgesamt etwa 25 Kilogramm. Dabei ist nur das Nötigste: ein Zelt, eine kleine Matratze, Schlafsack, Regenschutz, frische Kleider, Material, welches man braucht um, ein Feuer zu machen, Essen und Trinken.

Spezielle Vorkommnisse

Auf einer solchen langen Reise erlebt man viel. Nebst vielen Fotos mit Menschen am Wegrand, gibt es auch noch andere. «An eines kann ich mich noch gut erinnern. Léo und ich überquerten mit dem Schiff den Vierwaldstättersee. Neben den vielen Menschen, welche uns erstaunt ansahen, war auch das Schiffspersonal total von uns begeistert. Wir machten mit diesen ein Foto zusammen und die Überquerung war für uns gratis», erzählt Gaëtan Dübler erfreut.

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