Mit dem Fahrrad im Tessin unterwegs

Am Wochenende vom 17. und 18. September durften 14 Teilnehmerinnen des Frauenturnvereins Ebnat-Kappel eine abwechslungsreiche Turnfahrt ins Tessin geniessen.

Lotti Brunner
Merken
Drucken
Teilen
Gut ausgerüstet, führte die Velotour der Frauen dem Ticino entlang nach Biasca. (Bild: PD)

Gut ausgerüstet, führte die Velotour der Frauen dem Ticino entlang nach Biasca. (Bild: PD)

Am Wochenende vom 17. und 18. September durften 14 Teilnehmerinnen des Frauenturnvereins Ebnat-Kappel eine abwechslungsreiche Turnfahrt ins Tessin geniessen.

Schon um Viertel nach sechs Uhr trafen sich die Frauen bei Regenwetter am Bahnhof, die meisten mit einem grossen Rucksack. Die Zugfahrt ging nach Airolo, wo man mit einer Stunde Verspätung eintraf, weil der Zug in Rapperswil auf Gleis 7 gar schnell abgefahren war. Die Stimmung war trotzdem gut, denn nach dem Gotthardtunnel schien die Sonne und die reservierten Velos standen bereit. Nach kurzer Einführung wurden Velos und Helme angepasst. Die Fahrt ging meist abwärts, oft dem Ticino entlang, teils auf der Kantonsstrasse, teils auf Radwegen. Der vom Velovermieter empfohlene Abstecher in eine Schlucht musste erst gesucht werden, der Blick in die Tiefe entschädigte aber für die Umtriebe. Der ebenfalls angepriesene Picknickplatz beim Wasserfall in Faido gefiel allen gut.

Auf der Weiterfahrt wurden die Vegetation und der Baustil immer tessinischer. Ohne Panne und fast ohne Verletzungen konnten nach 40 Kilometern und 750 Höhenmetern in Biasca die Fahrräder eingestellt werden. Für die Weiterfahrt nach Locarno stieg man auf den Zug um. Mit dem Funicolare und der von Mario Botta entworfenen Gondel wurde mühelos die Aussichtsterrasse Gardada erreicht, wo der Durst gelöscht werden konnte. Danach trug ein Sessellift alle hinauf auf Cimetta, auf 1671 Meter über Meer. Die Panoramarundsicht war überwältigend.

Nach einem kurzen Abstieg erreichten die Turnerinnen die «Capanna lo Stallone», wo sie schon erwartet wurden. Der Apéro wurde auf der Terrasse genossen. Es war kühl, aber viel zu schön, um ins Haus zu gehen. Vom dreigängigen Nachtessen mit vier verschiedenen Polente hatte man schon gehört, und es war wirklich köstlich. Nach dem guten Essen und dem anstrengenden Tag wurde es bald ruhig in den beiden Massenlagern.

Am Sonntagmorgen verliess die muntere Schar die gemütliche Capanna nach einem reichhaltigen Frühstück. Der Wanderweg Richtung Verzascatal führte meist durch Birkenwälder, doch zwischendurch konnte man immer wieder die Aussicht auf den See und die Umgebung bewundern. Auch eine Pause im Grotto Monte Lego durfte nicht fehlen. Schliesslich war der Verzascastausee zu sehen, und schon bald war das Dorf Mergoscia erreicht. Während der Busfahrt nach Locarno konnte man trotz leichten Regens die Aussicht bewundern oder die vielen Villen und Residenzen, was einige nicht davon abhielt, ein kurzes Nickerchen zu halten. In Locarno wurde ein letztes Tessiner Essen genossen, bevor es zum Bahnhof ging. Bei fröhlichem Geplauder verging die Heimfahrt schnell, und die wartenden Ehemänner konnten zufriedene Frauen durch den Regen nach Hause fahren.