Mit dem Elektro-Drahtesel über Damm und Sattel

wattwil/fiesch. Das Kaffeewasser köchelt gegen Mittag auf dem Dorfplatz vor dem Telldenkmal in Altdorf. Es ist der Ex-Rennfahrer Bruno Risi, der für das 80 Grad heisse Getränk schwitzt – zehn Minuten lang muss er auf einem Hometrainer radeln.

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wattwil/fiesch. Das Kaffeewasser köchelt gegen Mittag auf dem Dorfplatz vor dem Telldenkmal in Altdorf. Es ist der Ex-Rennfahrer Bruno Risi, der für das 80 Grad heisse Getränk schwitzt – zehn Minuten lang muss er auf einem Hometrainer radeln. Grund dafür: Der vierte Posten des «Energy Race», wo mittels «Human Power» Energie erstrampelt wird. Der Rennfahrer macht vor, was die Schülerinnen und Schüler von Wattwil und Fiesch anschliessend selbst versuchen. Allerdings muss das Wasser bei ihnen nicht kochen, sondern um 15 Grad erwärmt werden.

Hier zeigen sich die Wattwiler Jugendlichen erfolgreich: 2:2 lautet der Zwischenstand nach der Hälfte der zu absolvierenden Strecke.

Fiescher setzen Massstab

Gestartet sind die Schüler um halb neun Uhr in Wattwil. Das Wattwiler Duo – ein Jugendlicher, begleitet von Wisi Steinbacher – startet mit voller Batterie in Richtung alte Rickenstrasse. Das Fiescher Team in Begleitung von Dani Roten kriegt die zu drei Viertel volle Batterie. Dies wirkt sich nicht auf die Geschwindigkeit des Fahrenden aus.

Lediglich die Energie aus der Batterie könnte gegen Etappenende zur Neige gehen und dann muss aus eigener Kraft geradelt werden. In Rapperswil, wo am zweiten Posten mittels Wasserkraft um die volle Batterie gekämpft wird, treffen die Teams zur selben Zeit ein. Nach dem Fahrerwechsel geht es auch schon weiter: Über den Seedamm Richtung Schwyz. Hier zeigt sich, wer über genügend Ausdauer verfügt, den langen Weg über Sattel zu erklimmen. Sechs Minuten später erreichen die Wattwiler den Dorfkern von Brunnen.

Es ist nicht die volle Batterie des Walliser Teams, die dafür ausschlaggebend ist, sondern wohl eher die Tatsache, dass für die Fiescher ein junger Mann in die Pedale tritt, während die Wattwiler auf weibliche Muskelkraft setzen.

Wattwiler holen auf

In Brunnen werden die Radler vom Gemeindepräsidenten Ingenbohls empfangen.

Die Mitschülerinnen und Mitschüler warten zudem mit der Nachricht, dass erneut das Team aus dem Wallis den Kampf um die volle Batterie gewonnen hat. 2:1. Die Toggenburger müssen sich ins Zeug legen. Auf der 15 Kilometer langen Strecke nach Altdorf möchten sie die verlorene Zeit wieder gut machen. Dennoch: Sie starten mit einem 15minütigen Rückstand auf die Walliser Richtung Göschenen. (ohu)