Mit Dampf und per Velo durchs Schaffhausische

Am 3./4. September starteten die Männerriegler des KTV Bütschwil zur diesjährigen Turnfahrt ins Schaffhausische. In Schleitheim bezogen wir unsere Basisstation, wo wir dann auch unser Nachtquartier hatten.

Mario Kalberer
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Gemütliches Beisammensein in der Pergola. Bild: pd

Gemütliches Beisammensein in der Pergola. Bild: pd

Am 3./4. September starteten die Männerriegler des KTV Bütschwil zur diesjährigen Turnfahrt ins Schaffhausische. In Schleitheim bezogen wir unsere Basisstation, wo wir dann auch unser Nachtquartier hatten. Darauf machten wir unsere Fahrräder bereit für die Velofahrt nach Weizen, dem Ausgangspunkt der Sauschwänzle-Bahn. Eine nostalgische Bahn, welche noch mit Dampf betrieben wird. Der Name kommt daher, weil das Bahngeleise mit Kurven und Tunnels sowie Brücken und auch ein Kreiskehrtunnel umfasst, das auf der Karte wie ein Sauschwänzle aussieht. Nach der Dampfzugfahrt durch eine tolle Landschaft konnten wir die Fahrräder bei der Endstation Blumberg ausladen und uns bereitmachen für den Rückweg. Zuvor hatten wir ein schmackhaftes Mittagessen eingenommen und uns gestärkt. Die Rückfahrt durch die bezaubernde Landschaft des Wutachtals ging auf und ab. Die altersbedingt weniger tretfreudigen Männerriegler begleiteten die Radler durch die Gegend vom Bus aus.

Die Steigungen und Abfahrten hatten den Radlern einiges abverlangt und sie zum Schwitzen gebracht. Bei einem Halt auf einer Anhöhe wagten wir auch einen Blick in die Wutachschlucht, mit den steilen Felswänden, Wanderwegen und reichhaltigem Baumbestand. Das Gebiet steht unter Naturschutz. Am alten Zollhäuschen vorbei erreichten wir unsere Basisstation in Schleitheim. Das Dorf pflegt eine wunderbare Blumenpracht, indem beiderseits des Dorfbachs sich Blumenkästen mit Geranien befinden. Nun stand uns ein Highlight bevor, das Wanderleiter Bruno Wetter organisiert hatte. Der Besuch bei Ruth und Paul Wetter, einem Winzerehepaar, das uns in einer Pergola in seinem Garten mit einer Weinprobe überraschte. Ein weisser und drei rote, einheimische Weine wurden angeboten, dazu Häppchen. Bei diesem Wetter und dieser Aussicht ein unbeschreiblicher Genuss, was die gute Stimmung nochmals anhob. Der Abend wurde mit dem Nachtessen und dem Jass «Molotoff» beendet. Am nächsten Tag war der Rhein unser Ziel. Der Wasserfall bei Neuhausen brachte uns zum Staunen. Wir bestiegen ein Rundfahrtschiff und fuhren bis nach Eglisau.

Allerdings machte der Bootsführer zuvor noch einen Schwenker zum Rheinfall, so dass wir den Gischt und die Wellen sowie das Schaukeln spürten. Die Schifffahrt ging vorbei an geschützten Wäldern und Uferpartien mit den Bauten des Klosters Rheinau, welches neu renoviert wurde, dann über Schleusen und vorbei an einer reichhaltigen Pflanzen- und Vogelwelt. Es war ein tolles Erlebnis, diese Bootsfahrt durch ein Naturschutzgebiet, und es beeindruckte uns sehr. Nun haben wir auch einmal die Einmündung der Thur (bei Kleinandelfingen) in den Rhein gesehen. In Eglisau war Endstation, und wir verliessen das Boot und machten uns auf den Rückweg nach Neuhausen. Bei einem Dessert konnten wir die Turnfahrt Revue passieren lassen.