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Mit CVP-Kandidatur gegen Zuberbühler und Caroni - der CVP-Präsident Schweiz motiviert für diesen Weg

Bei einem Besuch des Präsidenten der CVP Schweiz in Herisau haben Parteimitglieder nicht nur über ihre Identität nachgedacht, sondern den Fokus auch auf die Gesamterneuerungswahlen vom 20. Oktober gerichtet.
Roger Fuchs
Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, im Dialog mit der Basis in Ausserrhoden. Bild: Roger Fuchs

Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, im Dialog mit der Basis in Ausserrhoden. Bild: Roger Fuchs

«Für wen sollen wir bei den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober nur stimmen, wenn wir in Ausserrhoden keinen eigenen Kandidaten haben?» Mit dieser Frage konfrontierte ein Votant Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, bei dessen Besuch in Herisau. Postwendend motivierte dieser, eine Kandidatur aufzustellen. «Jede eigene Kandidatur hebt den nationalen Wähleranteil», so Pfister, der damit geradezu den Startschuss gab, einen Gegenkandidaten zum noch amtierenden Ausserrhoder Nationalrat David Zuberbühler (SVP) oder Ständerat Andrea Caroni (FDP) aufzustellen. Wie schwierig so ein Weg sein kann, unterstrich Gerhard Pfister Minuten zuvor umgekehrt jedoch mit der Aussage, dass ein bisheriger Ständerat 70-prozentige Wiederwahl-Chancen habe. Dennoch: Auch wenn jemand nicht im ersten Anlauf gewählt wird, er oder sie kann sich gemäss Gerhard Pfister bekannt machen. «Und so ist diese Person dann in acht Jahren vielleicht Regierungsrat.»

Allgemein und ohne ins Detail zu gehen, hielt der CVP-Präsident fest, dass man in den Vorbereitungen zu den eidgenössischen Wahlen weiter sei als vor vier Jahren zum gleichen Zeitpunkt. «Doch in der Mobilisierung der Stimmenden müssen wir besser werden.» Als die drei Kernthemen der Partei für die kommende Legislatur nannte er den rund vierzig Zuhörenden, die soziale Wirtschaft, eine bürgerliche Umweltpolitik und den sozialen Zusammenhalt. Zu Punkt eins hielt er fest, dass anständig wirtschaften nicht nur bedeute, anständig zu verdienen. Das gelte es, der Wirtschaft beizubringen. Zur bürgerlichen Umweltpolitik fielen Stichworte wie die Energiestrategie 2050 und das Co2-Gesetz.

Politische Übersetzung für das "C"

Auf den sozialen Zusammenhalt kam Gerhard Pfister zu sprechen, als die CVP'ler über ihre eigene Identität und das C sinnierten. Man schien sich einig, dass dieses heute nicht mehr rein kirchlich verstanden werden kann. Der CVP-Präsident Schweiz brachte es wie folgt auf den Punkt: «Das C ist eine Marke.» Er sei zutiefst überzeugt, dass es ein Bedürfnis nach einer Partei gebe, die nicht polarisiere. Gesellschaften ohne verbindende Parteien hätten ein grosses Risiko. Und so sei es die Mission der CVP, für den Zusammenhalt im Land zu sorgen. Das bedeute politisch übersetzt das C.

Dass bei kommunalen Behörden je länger je mehr Parteiunabhängige die Ämter anstreben, wertet Gerhard Pfister vorab als Ostschweizer Problem. In seiner Heimat, dem Kanton Zug, müsse jemand erst ein paar Jahre am Ort wohnen, bevor Wahlchancen bestünden. Das in Herisau anstehende Grossprojekt mit dem Umbau des Bahnhofs kommentierte er nicht. Auch er habe es nie geschätzt, wenn Auswärtige in seinem Kanton sagten, was zu tun sei. Nur soviel: Eine gute Infrastruktur ist zentral.

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