Mit Bussen gegen Littering

Littering stammt aus dem Englischen und meint das Verunreinigen von Strassen, Plätzen oder Pärken durch liegengelassenen Abfall. Es tritt vorwiegend in Städten und in urbanen Regionen auf. In Ausserrhoden kämpft vor allem die Gemeinde Herisau mit dem Problem.

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Littering stammt aus dem Englischen und meint das Verunreinigen von Strassen, Plätzen oder Pärken durch liegengelassenen Abfall. Es tritt vorwiegend in Städten und in urbanen Regionen auf. In Ausserrhoden kämpft vor allem die Gemeinde Herisau mit dem Problem. Sie hat verschiedene Aktionen durchgeführt, die auf den drei Pfeilern Aufklären, Aufräumen und Ahnden fussen. Mitte März wurde die Bevölkerung eingeladen, mitzuhelfen, Lösungen auszuarbeiten. Unter anderem wurde der Wunsch geäussert, die Polizei solle vermehrt Ordnungsbussen aussprechen. Das ist bisher in Ausserrhoden aber gar nicht möglich. Zwar kennt das Umweltschutzgesetz eine Bestimmung, die auf das Littering anwendbar ist. Aber im Bussenkatalog ist das Liegenlassen von Abfall nicht vorgesehen. Bisher musste die Polizei ein ordentliches (und langwieriges) Strafverfahren einleiten. Ab Sommer 2009 soll die Ahndung – wie in den Kantonen Bern oder Thurgau – vereinfacht werden. Nach Auskunft von Ralph Bannwart, Departementssekretär beim Ausserrhoder Departement Sicherheit und Justiz, wird im Rahmen der Teilrevision des Polizeigesetzes auch der Bussenkatalog angepasst. Dann soll das Littering wie Falschparkieren mit einer Ordnungsbusse bestraft werden können. In der Schweiz werden durch Littering verursachte Kosten auf 50 bis 100 Mio. Franken geschätzt. Als Ursachen nennen Experten veränderte Konsum- und Ernährungsgewohnheiten, Bequemlichkeit sowie schwindende Rücksichtnahme. (dsc)

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