Mit allen Sinnen erleben

Bis am 28. Februar befinden sich Schaffelle, Wüstensand, ein Nomadenzelt und Brotfladen im Herisauer Gutenbergzentrum. Fünf Kirchen zeigen die Ausstellung «Erlebniswelt Bibel».

Lukas Pfiffner
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Die ersten Besucherinnen zwischen Informationswänden und Nomadenzelt. (Bilder: pf)

Die ersten Besucherinnen zwischen Informationswänden und Nomadenzelt. (Bilder: pf)

HERISAU. «Die Bibel steht als meistgedrucktes Buch für manche äusserliche Rekorde, aber auch für viele innere Werte», sagte Peter Solenthaler, reformierter Pfarrer in Herisau. Er durfte sich vorgestern bei der Begrüssung zur Vernissage «Erlebniswelt Bibel» über die Anwesenheit einiger Dutzend Personen freuen. Bis am 28. Februar ist die Ausstellung im Erdgeschoss des Gutenbergzentrums offen. Das Ziel sei, der Bevölkerung die Bibel nicht nur «nach den Buchstaben näherzubringen», sondern sie mit allen Sinnen erleben zu lassen. «Es darf gefühlt, gehört, gerochen, geschmeckt und natürlich gelesen werden.» So gehören auch Schaffelle, Wüstensand, Papyrus und Brote zur Ausstellung.

Über 70 Ehrenamtliche tätig

In der Mitte des Raumes ist ein echtes Nomadenzelt aus Marokko aufgestellt, Schauwände laden zu Informationen ein (oben für Erwachsene, unten für Kinder). Altersgerechte Broschüren begleiten durch die Exponate und Tafeln. Fünf Gemeinden (Katholische Pfarrei, Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde, Pfingstmission, Evangelisch-methodistische Kirche und vineyard) sind die Träger der Ausstellung.

Über 70 Ehrenamtliche seien tätig, erzählte Peter Solenthaler: für Vorbereitungsarbeiten in der Gestaltung und Administration, für Führungen und Aufsicht, für Backarbeiten usw. «Wir haben die Zusammenarbeit der Kirchgemeinden als sehr schön erlebt: Man ist aufeinander zugegangen, auch wenn es in der Tradition der Kirchen Unterschiede gibt.» Die Ausstellung ist in Österreich zusammengestellt worden, eine Zürcher Gemeinde hat sie erworben. Seit über zehn Jahren ist sie in der Schweiz auf Mietbasis unterwegs.

Breite Unterstützung

Mit einem Kleinbus und einem Anhänger ist das Material nach Herisau gebracht worden. «Wir haben bewusst einen zentralen Standort ausgewählt.» Dabei habe man für die Benützung des Raums sehr günstige Konditionen erhalten. Zudem dürfen die Organisatoren auf eine breite finanzielle und infrastrukturelle Unterstützung zählen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14 Uhr bis 17 Uhr, Sonntag 10.30 Uhr bis 17 Uhr; Führungen ausserhalb der Öffnungszeiten möglich (Telefon 071 351 19 33)

Die Bibel: historisch bis farbenfroh-modern.

Die Bibel: historisch bis farbenfroh-modern.

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