«Mir isch es gliich, was Mode isch»

BÜTSCHWIL. Das Jodelchörli Bütschwil füllte in seiner Unterhaltung vom Wochenende zweimal die Turnhalle Dorf mit einem begeisterten Publikum. Neben Wohlklang verbreiteten die gastgebenden Bütschwiler und die Gäste aus der Innerschweiz viel gute Unterhaltung und Spass.

Peter Küpfer
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Das Jodelchörli und seine jugendliche Ansagerin Sandra Isenring erhielten viel Applaus. (Bild: Peter Küpfer)

Das Jodelchörli und seine jugendliche Ansagerin Sandra Isenring erhielten viel Applaus. (Bild: Peter Küpfer)

Alles war da und bereit, als sich der grosse rote Vorhang in der gut gefüllten Halle pünktlich öffnete. Zuerst war alles zwar noch in geheimnisvolles Dunkel gehüllt, so dass man vom eröffnenden Jodelchörli nur schemenhafte Umrisse wahrnahm. Dann ging aber bei den Klängen des ersten Beitrags die Sonne über der wunderbaren Obertoggenburger Kulissenlandschaft und der schön geschmückten Bühne auf, während die Bütschwiler den «Steinebächler» vortrugen, einen Naturjodel aus der Feder des Innerschweizer Komponisten Sepp Zgraggen.

Aus der Innerschweiz kamen am Samstagabend auch die Gäste, die Jodlergruppe Wildspitzjuuzer aus Steinerberg. Am Sonntagnachmittag waren es dann D'Hegisgässler. Die Gäste ergänzten das musikalische Geschehen am Samstagabend mit den für die Innerschweizer typischen lüpfigen Jodelliedern und den ihrer Tradition eigenen Harmonien des Naturjodels.

Viele Volltreffer gelandet

Das abwechslungsreiche Programm landete manchen Volltreffer. Die gastgebenden Bütschwiler trugen bewährte Jodellieder und Naturjodel vor und intonierten am Anfang des Programms «Mis Trachtegwand», in welchem es stolz und bezeichnend hiess: «Mir isch es gliich, was Mode isch.» Nicht nur wegen ihrer tatsächlich wunderschönen Trachten, sondern vor allem mit ihrem volltönenden Klangteppich und den schönen Solostimmen stiessen die Bütschwiler immer wieder auf lebhaften Beifall.

Die Gäste standen ihnen in nichts nach. Wie Präsident Noldi Reichmuth sagte, sei es für sie eine schöne Sache und eine Ehre, dass sie von den Toggenburgern eingeladen wurden. So richtig warm wurden die Gäste vor allem im zweiten und dritten Vortragsblock, wo sie beim Publikum, gerade auch in ihrem Vortrag in der kleineren Formation, viel Applaus ernteten. Vor der ersten Pause überraschten die Dreiener Trychler das Publikum mit einem eindrücklichen, mächtig schallenden Rundgang. Für Stimmung in der Pause sorgte das Ländlertrio «Echo vom Rütiberg», das am späteren Abend zum Tanz aufspielte.

«Gibt es diesmal wohl einen Treffer?», fragte sich mancher angesichts des grosszügigen Gabentischs, der von regionalen Betrieben und Unternehmen bestückt war. Neben dem beliebten Spiel mit König Zufall sorgten auch lebhaft gespielte Sketches für gute Laune. Wie Anna Gasser verriet, zeigten die humoristischen Szenen Schwierigkeiten, auf welche die Bütschwiler bei ihrer letztjährigen Reise ins Südtirol gestossen waren.

Spiel und Spass

Sie beruhten auf Missverständnissen. Im ersten Sketch waren sie sprachlicher Art, im zweiten versuchten zwei abenteuerlustige, nicht mehr junge Bütschwiler Jodler, dem umwerfenden Charme einer Südtiroler Serviertochter mit Perücken zu begegnen.

Präsident Migg Fust bedankte sich bei allen Beteiligten fürs aktive Mitmachen, besonders auch bei der tüchtigen Festwirtschaft (Ernst Vettiger mit dem Team der Musig Bütschwil), den Sponsoren und dem Publikum für die anhaltend gute Stimmung im Saal. Ein herzlicher Dank galt auch der jugendlichen Moderatorin und Lösli-Glücksfee Sandra Isenring, die mit ihrer natürlichen Art die Herzen des Publikums sofort eroberte.