Millionenkredit für Entwässerung bewilligt

HERISAU. Einstimmig genehmigte der Einwohnerrat einen Rahmenkredit für die sechste Etappe des generellen Entwässerungsplans (GEP). Die drei Millionen Franken gehen zulasten der Investitionsrechnung. Einen GEP verlangt die eidgenössische Gewässerschutzgesetzgebung.

Merken
Drucken
Teilen

HERISAU. Einstimmig genehmigte der Einwohnerrat einen Rahmenkredit für die sechste Etappe des generellen Entwässerungsplans (GEP). Die drei Millionen Franken gehen zulasten der Investitionsrechnung. Einen GEP verlangt die eidgenössische Gewässerschutzgesetzgebung. Die nun bewilligten finanziellen Mittel sollen in den Ausbau der gemeindeeigenen Abwasseranlagen fliessen.

Diverse Projekte geplant

In ihren Ausführungen ging Gemeinderätin Regula Ammann-Höhener auf die Vorgeschichte des GEP ein. Der Rahmenkredit habe sich bis anhin als gutes Instrument erwiesen, sagte sie. «Damit können wir flexibel auf Bauvorhaben von Dritten reagieren.» Es mache Sinn, die Abwasser der beiden Weiler Schwänberg und Saum in der gut ausgebauten Abwasserreinigungsanlage Bachwis zu reinigen. Dafür braucht es aber laut Ammann-Höhener entsprechende Abwasserleitungen respektive im Schwänberg vor allem auch eine Druckwasserleitung. Vorgesehen ist unter anderem, in den nächsten Jahren die ARA Saum als GEP-Massnahme in eine Pumpstation umzubauen. «Ein weiteres Grossprojekt, das aus dem beantragten Rahmenkredit finanziert wird, ist eine Leitung am Rande der St. Gallerstrasse.» Die geplanten Investitionen der sechsten Etappe seien ohne Gebührenerhöhung finanzierbar, sagte die Gemeinderätin.

Abwägung gefordert

Für die Vorlage sprach sich die Finanzkommission aus. Aufgrund der vorhandenen Mittel im Konto Spezialfinanzierung sei das Projekt realisierbar, sagte deren Präsident Ralf Menet (SVP). «Trotzdem erwarten wir, dass Wünschenswertes vom Sinnvollen getrennt wird.» Alle Fraktionen im Einwohnerrat unterstützten das Geschäft. Regula Compér (EVP) begrüsste die geplante Koordination mit Drittprojekten. SVP-Sprecher Ralf Menet wiederum bezeichnete den GEP als «im Grundsatz gute Sache». Es sei jedoch auffallend, dass sie in kürzerer Zeit immer höhere Beiträge sprechen müssten. (cal)