Migros will in der Sandgrube in Appenzell bauen: Nebst Supermarkt und Restaurant sind über 30 Wohnungen geplant

Nach Heiden und Herisau: Die Migros Ostschweiz plant auch in Appenzell einen Neubau. Vorgesehen sind im Gebiet Sandgrube ein Supermarkt mit Restaurant, Gewerbeflächen sowie Wohnungen. Die Eröffnung ist frühestens im Frühling 2024.

Mea McGhee
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In der geplanten Überbauung in der Sandgrube Appenzell soll ein neuer Migros-Supermarkt samt Restaurant entstehen. Vorgesehen sind zudem Mietwohnungen und Gewerbeflächen.

In der geplanten Überbauung in der Sandgrube Appenzell soll ein neuer Migros-Supermarkt samt Restaurant entstehen. Vorgesehen sind zudem Mietwohnungen und Gewerbeflächen.

Visualisierung. PD

Nach mehrjähriger Suche hat die Migros Ostschweiz in Appenzell einen Standort für einen neuen Supermarkt samt Restaurant gefunden. Der bestehende Supermarkt, er wurde 1977 eröffnet, und das Restaurant am Unteren Ziel sind veraltet und zu klein, um die gewünschte Produktepalette und ein zeitgemässes Gastronomieangebot anbieten zu können.

Man habe verschiedene Standorte in Appenzell geprüft, sagt Andreas Bühler, Leiter Unternehmenskommunikation Migros Ostschweiz. So sei es 2012 zu einem ersten Kontakt mit der Famin AG gekommen. Diese ist Besitzerin der Parzelle in der Sandgrube. Projektentwickler Edgar Wick von der Famin AG:

«Ziel der Eigentümerschaft war es, das Landstück möglichst nachhaltig und durchdacht zu bebauen.»

Im Austausch mit der Migros wurde eine Überbauung mit Supermarkt, Restaurant, weiteren Gewerbeflächen sowie Mietwohnungen geplant. Ziel der Grundeigentümer sei es, dass das Areal auch nach Ladenschluss belebt sein wird.

Eröffnung frühestens im Frühling 2024

2015 wurde ein Studienauftrag zur Entwicklung der Parzelle ausgeschrieben. Das Siegerprojekt wurde in den letzten vier Jahren unter Einbezug der Baubehörden und der Fachkommission Heimatschutz zu einem Quartierplan mit Richtprojekt weiterentwickelt. Dieser liegt vom 31. August bis Ende September öffentlich auf. Geplant ist, das Baugesuch im kommenden Frühling einzureichen. Der Baubeginn kann frühestens Anfang 2022 erfolgen. Die Bauherrschaft rechnet mit einer Bauzeit von gut zwei Jahren.

Mehrere Baukörper und eine Grünfläche auf dem Dach

Die Migros Ostschweiz tritt als Mitinvestorin auf. Sie finanziert die Laden- und Gewerbefläche im Erdgeschoss sowie einen Teil der Parkplätze in der Tiefgarage und einen Technikteil, der im ersten Obergeschoss angesiedelt ist. Die Famin AG wiederum erstellt die Mietwohnungen und wird Besitzerin eines kleinen Gewerberaums im Erdgeschoss. Vorgesehen sind mehrere Baukörper mit Wohnungen, die teils mit Laubengängen verbunden sind. Es sollen bis zu 39 verschieden grosse Wohnungen mit unterschiedlichem Ausbaustandard realisiert werden, sagt Edgar Wick. Auf dem Dach der Gewerbeflächen soll eine Grünfläche entstehen, die den Bewohnern als Begegnungsraum dienen wird.

Der Eingangsbereich der neuen Migros sowie zwei Baukörper, in denen Wohnraum entstehen soll.

Der Eingangsbereich der neuen Migros sowie zwei Baukörper, in denen Wohnraum entstehen soll.

Visualisierung: PD

Das neue Gebäude wird von der Umfahrungsstrasse von Norden her erschlossen. Hier sind sowohl die Einfahrt zur Tiefgarage als auch die Anlieferung der Migros vorgesehen. Die Verkaufsfläche der Migros vergrössert sich gegenüber dem alten Standort um 600 auf 2200 Quadratmeter. Das Restaurant verfügt künftig über 320 statt 146 Quadratmeter und über eine Terrasse.

Auch der Aussenbereich mit dem Platz vor dem Gebäude sowie die Parkiersituation mit insgesamt 152 Kundenparkplätzen wird grosszügiger. Die Migros stehe im Gespräch mit möglichen Mietern der Gewerbeflächen, Noch seien aber keine Verträge unterzeichnet, sagt Andreas Bühler.

Zukunft des bisherigen Migros-Gebäudes ist offen

Zum Investitionsvolumen geben beide Parteien der Bauherrschaft noch keine Auskunft. Das Projekt beansprucht rund 8900 Quadratmeter der 13'500 Quadratmeter grossen Parzelle. Auf der Restfläche wurde im Rahmen des Quartierplans ein Bauvolumen definiert, ein konkretes Projekt besteht aber nicht. Offen ist zudem, wie das Gebäude im Unteren Ziel künftig genutzt wird. Fest steht: Es wird nur noch eine Verkaufsfläche von 250 Quadratmetern erlaubt sein, da ein Nutzungstransfer zum neuen Standort stattfindet.

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