Migros nimmt zweiten Anlauf

Die Migros will die Filiale Herisau durch einen Neubau ersetzen. Am Mittwoch hat der Grossverteiler das überarbeitete Baugesuch für einen provisorischen Supermarkt auf dem Walke-Areal eingereicht.

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Noch stehen erst die Visiere: Im Gewerbegebiet Walke will die Migros eine provisorische Filiale bauen. (Bild: cal)

Noch stehen erst die Visiere: Im Gewerbegebiet Walke will die Migros eine provisorische Filiale bauen. (Bild: cal)

HERISAU. Die Planung für die Migros Walke in Herisau schreitet voran. Die Migros Ostschweiz hat gemäss einer Medienmitteilung am Mittwoch bei der Gemeinde Herisau das überarbeitete Baugesuch eingereicht. Einen planmässigen Ablauf der Verfahren vorausgesetzt, könnten die Bauarbeiten im Herbst starten und bis im Sommer 2016 abgeschlossen werden. «Das Vorhaben musste zur Optimierung der Parkplatzgestaltung in der Walke nochmals überarbeitet werden», sagt Migros-Mediensprecherin Silke Seichter. Mit der Projektanpassung hat sich die Verkaufsfläche um 100 Quadratmeter vergrössert, neu sind es 1060 Quadratmeter. Die Anzahl der Kundenparkplätze ist von 59 auf 86 gestiegen.

Verhandlungen abgeschlossen

«Herisau ist für die Migros Ostschweiz ein sehr wichtiger Standort», sagt Dominique Lumpert, Leiter Direktion Supermarkt bei der Migros Ostschweiz. Die Migros freue sich, den Kundinnen und Kunden mit den beiden Supermärkten Alpsteinstrasse und Walke ein attraktives Einkaufsangebot vor Ort bieten zu können. Das geplante Provisorium kommt auf einer zurzeit als Parkplatz genutzten Fläche vor den Firmen Stagelight und Auto Lanter zu stehen. Eigentümerin des Walk-Areals an der Kasernenstrasse ist ein durch die Procimmo SA verwalteter Immobilienfonds. Unterdessen habe die Migros die Verhandlungen mit der Vermieterin abschliessen können, sagt Seichter.

Einst befand sich auf dem Grundstück eine Schuttdeponie. Die Migros hatte im Vorfeld eine geotechnische Untersuchung in Auftrag gegeben und geht davon aus, dass Bauschutt zum Vorschein kommen könnte. Das Untergeschoss des Provisoriums wird aus Beton gebaut. Für den übrigen Teil ist eine Stahlkonstruktion vorgesehen.

Schliessung der Filiale

Im Planverfahren für die Realisierung des Neubaus der Migros im Zentrum ist der nächste Schritt die Vorlage im Einwohnerrat am 16. September. Heute ist noch nicht absehbar, bis wann der Neubau realisiert werden kann. Das bestehende Gebäude ist baulich und in bezug auf die Haustechnik in einem schlechten Zustand und kann nicht mehr lange weiterbetrieben werden. Zur Aufrechterhaltung des Betriebs wären erhebliche Investitionen nötig. Diese sind mit Blick auf den baulichen Gesamtzustand des Gebäudes, die beschränkten Platzverhältnisse sowie den geplanten Neubau nicht sinnvoll.

Das bestehende Migros-Geschäft Herisau wird daher mit der Eröffnung der beiden Filialen Walke und Alpsteinstrasse per Mitte 2016 geschlossen werden. Anfang Juli hatte die Migros Ostschweiz angekündigt, 2016 im Spar-Gebäude an der Alpsteinstrasse einen Verkaufsladen zu eröffnen. Zuerst soll die Liegenschaft allerdings für eine halbe Million Franken renoviert werden. (pd/cal)