«Es wird etwas für die Allgemeinheit»: Besitzer des «Gupf» baut ein Hotel-Restaurant in Rehetobel

Nach dem «Gupf», einem der exklusivsten Restaurants der Ostschweiz, will Emil Eberle ein Hotel-Restaurant mit Tiefgarage mitten im Dorf erstellen. Im Dezember 2019 soll es betriebsbereit sein.

Monika Egli/Jesko Calderara
Drucken
Teilen
Migg Eberle übernimmt für das Hotel und Restaurant das Projekt des bewilligten Mehrgenerationenhauses an der Kirchstrasse 2. (Bild: SAB)
2 Bilder
Emil «Migg» Eberle (rechts) während der Eröffnung seines erweiterten Weinkellers im «Gupf» mit Moderator Kurt Aeschbacher. (Bild: KER)

Migg Eberle übernimmt für das Hotel und Restaurant das Projekt des bewilligten Mehrgenerationenhauses an der Kirchstrasse 2. (Bild: SAB)

«Ja, wir haben die Baueingabe bereits gemacht», bestätigt Emil «Migg» Eberle am Telefon. Erst vor wenigen Tagen hat der Besitzer des renommierten Speiserestaurants Gupf die Liegenschaft an der Kirchstrasse 2 erworben. Dort, wo ein Mehrgenerationenhaus hätte entstehen sollen, plant Eberle ein Hotel mit 22 Zimmern, einem Restaurant und einer Tiefgarage. «Wir übernehmen das Projekt des Mehrgenerationenhauses 1:1, und dieses Gebäude ist schon bewilligt. Es braucht also nur noch eine Umnutzungsbewilligung der Wohnungen in Hotelzimmer und eine Baubewilligung für die Tiefgarage.» Migg Eberle will vorwärts machen. «Das muss bis Ende 2019 laufen, wir wollen noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen.»

«Es wird ein schönes Restaurant für die Allgemeinheit», sagt Eberle. Mit dem «Gupf» hätte es nur gemein, dass es durch dessen Crew betrieben werde. Das Konzept sei jedoch ein anderes, ausgerichtet auf die Dorfbevölkerung. Die Hotelzimmer werden eine dringend benötigte Ergänzung zum Feinschmeckerlokal bilden. Zahlreiche Gäste reisen von weit her an, feiern im «Gupf» ihre Feste, wollen den aussergewöhnlichen Weinkeller nicht nur besichtigen und vor allem wollen sie nicht mehr nach Hause fahren. Die zehn Zimmer, über die der «Gupf» verfügt, genügen schon seit längerem nicht mehr.

Essen, trinken und schlafen statt wohnen

Die Baugenossenschaft «Mehrgenerationenprojekte Ostschweiz» (MGP) wollte nach Trogen auch in Rehetobel ein Projekt realisieren. An der Kirchstrasse 2 plante sie einen Neubau mit zwölf Wohnungen und einem Café. Dieses Vorhaben ist wegen Finanzierungsproblemen aber gescheitert, obwohl die Baubewilligung bereits vorliegt. «Unsere Hauptinvestorin ist überraschend ausgestiegen», sagt Bernhard Müller, Präsident der MGP-Genossenschaft. Ein neuer Geldgeber liess sich auf die Schnelle nicht finden. Um die Existenz der Genossenschaft zu sichern, suchte Müller deshalb einen Käufer für das Objekt. Innerhalb kurzer Zeit wurde er mit «Gupf»-Besitzer Emil Eberle einig.