Mesmerhaus kann saniert werden

LICHTENSTEIG. Am Donnerstagabend waren Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zur katholischen Kirchbürgerversammlung Lichtensteigs eingeladen. Die Sanierung des Mesmerhauses bei der St. Loretokapelle wurde genehmigt.

Thomas Rüegg
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Die katholischen Kirchbürger von Lichtensteig genehmigten den Antrag zur Sanierung des Mesmerhauses. (Bild: Sabine Schmid)

Die katholischen Kirchbürger von Lichtensteig genehmigten den Antrag zur Sanierung des Mesmerhauses. (Bild: Sabine Schmid)

LICHTENSTEIG. Von den fünf ordentlichen Traktanden wurden Jahresrechnung, Budget – und Steuerplan sowie Bericht und Anträge der Geschäftsprüfungskommission von den anwesenden Kirchbürgern einstimmig angenommen. Auch die Sanierungen des Mesmerhauses am Aeuliweg 2 bei der St. Loretokapelle wurden nach einigen Diskussionen gutgeheissen. «Nichts ist so sicher wie die Veränderungen», mit diesem Satz hiess der Präsident des Kirchenverwaltungsrats, Andy Diethelm, an die 40 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger herzlich willkommen. Veränderungen in gesellschaftlicher und kirchlicher Hinsicht hätte es in allen Zeit-Epochen gegeben.

Gut bewährte Einheit

Der Mangel an Priestern habe sich schon seit Jahrzehnten abgezeichnet. In den letzten zwanzig Jahren habe sich die Zahl der Priester drastisch verringert. Seit über zwei Jahrzehnten war in einigen Regionen ein Priester für zwei oder mehrere Pfarreien im Dienste der Seelsorge gestanden. Der Weg der Pfarrei Lichtensteig mit den drei anderen Pfarreien St. Peterzell, Mogelsberg und Oberhelfenschwil zu einem Seelsorgeverband besteht seit gut 15 Jahren und hat sich sehr gut bewährt. Ende 2012 habe Bischof Markus Büchel den Entscheid der Bistumsleitung bekanntgegeben, im zentralen Teil des Toggenburgs eine grössere Seelsorgeeinheit zu bilden. Die beiden Seelsorgeverbände Wattwil, Ricken und Hemberg sowie der Seelsorgeverband der Pfarreien Lichtensteig, Oberhelfenschwil, St. Peterzell und Mogelsberg sollen eine grössere Seelsorgeeinheit bilden.

Personen aus Seelsorge, Kirchenverwaltungen und Pastoralräte sind daran, am Aufbau entsprechender Strukturen zu arbeiten. Andy Diethelm wies auf die Errichtung der erweiterten Seelsorgeeinheit «Mittleres Toggenburg» hin, die mit einem Festgottesdienst mit Bischof Markus Büchel am Sonntag, 23. August 2015, gebildet werde.

Lift noch nicht erstellt

Der geplante Bau des Wolfhaldenplatz-Liftes, der älteren und gehbehinderten Menschen einen mühelosen Gang zum Besuch von Kirche und Friedhof ermöglichen soll, konnte leider nicht termingemäss erstellt werden, erläuterte Andy Diethelm in seinem Jahresbericht. Die Auflagen des Denkmalschutzes hätten zu Verzögerungen und Mehrkosten dieses Vorhabens beigetragen. Nach dem neuen Kostenschlüssel müsse die Katholische Kirchgemeinde 15 000 Franken mehr ausgeben, was insgesamt mit 35 000 Franken zu Buche schlägt. Gemäss Informationen des Stadtpräsidenten soll mit dem Bau des Liftes im Frühjahr 2014 begonnen werden. Die Jahresrechnung 2013, die mit einem Ertragsüberschuss von knapp 5000 Franken abschliesst, sowie Bericht und Anträge der GPK wurden von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern einstimmig gutgeheissen.

Mesmerhaus wird saniert

Der Sanierung des Mesmerhauses bei der St. Loretokapelle, für die ein Kredit von 602 000 Franken zu Lasten der Investitionsrechnung zu genehmigen sei, gaben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger grünes Licht. Der geplante Standplatz der öffentlichen Toilettenanlage dagegen gab Anlass zu Diskussionen. Der Kirchenverwaltungsrat sicherte zu, die entsprechenden Einwände vor Eingabe des Baugesuches zu berücksichtigen.

Mit dem Dank an Kirchbürgerinnen und Kirchbürger, der Geistlichkeit, den haupt- neben- und ehrenamtlichen Personen für ihre Arbeit im Dienste von Kirche und Pfarrei schloss Präsident Andy Diethelm die Versammlung.

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