Melodiöse Ohrwürmer serviert

Die Musikgesellschaft Ganterschwil hat am vergangenen Samstag einen Konzertabend auf hohem Niveau geboten. Unter der Leitung von Christoph Hunziker haben die Musikanten Ohrwürmer aus verschiedenen Stilrichtungen präsentiert.

Franziska Huber
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GANTERSCHWIL. 27 motivierte Bläserinnen und Bläser bereiteten sich in ihren Proben während den letzten Wochen auf diesen Abend vor. Der Präsident Stefan Schweizer begrüsste das zahlreich erschienene Publikum zum Unterhaltungsabend unter dem Motto «Ohrwürmer».

Klassiker und Kulthits

Das «Udo Jürgens Medley» mit Stücken wie «Mit 66 Jahren» oder «Griechischer Wein» bildete den Auftakt in den Abend der bekannten Melodien und Songs. Das impulsive Stück «Music was my first love, and it will be my last» von John Miles spielten die Musikantinnen und Musikanten aus ganzem Herzen. Das Mutter-Tochter-Klarinettensolo von Laura und Svenja Roth beim Stück «Mein Name ist Hase» von Seppi Huber stiess bei den Zuhörerinnen und Zuhörern auf grossen Anklang.

Der 21jährige Dirigent Christoph Hunziker leitete die Blechbläser mit äusserst präziser Stabführung. Mit Melodien wie «Dancing Queen» und «Mama Mia» aus «ABBA Gold» glänzten die Musikantinnen und Musikanten. Nach einem sanften Einstieg in Mani Matters «Hemmige» steigerte sich das Stück schliesslich zu einem schwungvollen Klassiker, der das Publikum begeisterte.

Achtung Ohrwurmbefall

Während Stefanie Kramer im ersten Teil moderierte, führte nach der Pause Balz Wielatt durch das Programm. In seinen naturwissenschaftlichen Ausführungen erklärte er dem Publikum den Ohrwurm in seiner Art und Unart: «Das dreizehnbeinige Geschöpf, welches eine Kreuzung zwischen Holz- und Regenwurm ist, befällt Klarinetten, Drumsticks oder Taktstöcke. Gegen den Ohrwurmbefall wirken nur Staubsauger, Headbanging oder Kopfschütteln als Gegenmittel.» dozierte Balz Wielatt.

Zwischen den kreativen Gedankengängen und Exkursen, welche Balz Wielatt auf humorvolle Art schilderte, spielte die Musikgesellschaft Stücke aus verschiedenen Stilrichtungen, wie das «Wicki-Medley», «Beach Boys Golden» oder «Let's twist again». Den Welthit «YMCA» gestalteten die Musikantinnen und Musikanten nicht nur mit Klang, sondern auch mit Gesten. Dem letzten Ohrwurm «In the mood» folgten mehrere Zugaben. Wenn ein Mensch die Melodie in sich aufnimmt und sie beginnt zu summen, ist ein neuer Ohrwurm entstanden.

Dies war bei der Unterhaltung der Musikgesellschaft Ganterschwil zweifelsohne der Fall. Manch ein Ohrwurm hatte sich nach diesem Abend in die Köpfe des Publikums eingenistet.