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Meinrad Loser-Hollenstein

Unser Dädi wurde am 5. Juli 1936 in der Kohlwies als drittes von acht Kindern der Eltern Johanna und Meinrad Loser-Loser geboren. Seine frühe Kindheit war geprägt von Einfachheit im Kreis der wachsenden Familie. Bereits in diesen Jahren fand unser Dädi eine innige Beziehung zur «Heui».
Meinrad Loser (1936–2016) (Bild: pd)

Meinrad Loser (1936–2016) (Bild: pd)

Unser Dädi wurde am 5. Juli 1936 in der Kohlwies als drittes von acht Kindern der Eltern Johanna und Meinrad Loser-Loser geboren. Seine frühe Kindheit war geprägt von Einfachheit im Kreis der wachsenden Familie. Bereits in diesen Jahren fand unser Dädi eine innige Beziehung zur «Heui». Seine achtjährige Schulzeit besuchte er im Schulhaus Wiesen. Nebst dem Lernen in der Schule half er täglich tatkräftig auf dem elterlichen Bauernhof mit.

In seiner Jugendzeit besuchte Dädi zwei Winter lang die Fortbildungsschule. Mit 18 Jahren absolvierte er mit grosser Freude den Holzerkurs in Wattwil. Dädi besuchte die Infanterie-RS in St. Gallen. Als stolzer WK-Soldat leistete er seine Militärpflicht und durfte dank des Militärdienstes viele schöne Orte in der Schweiz kennenlernen. Das Schiessen im Militärschützenverein Wiesen brachte ihm eine Abwechslung zum Arbeitsalltag und es freute ihn besonders, wenn er das Kranzresultat erreichte. Den elterlichen Bauernhof übernahm unser Dädi nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1964. 1962 lernte er sein Rösli in Mühlrüti kennen. Vier Jahre später schlossen sie in der Pfarrkirche Mühlrüti den Bund fürs Leben. In den darauffolgenden Jahren schenkte ihnen der liebe Gott sieben Kinder. Nebst der Arbeit auf dem Hof und im Wald, wurde das «Böschele» zu einer Leidenschaft. Im Winter war er oft bis spät in die Nacht damit beschäftigt. Trotz seiner täglichen harten Arbeit nahm er sich auch Zeit für uns Kinder. Beim Versteckspiel an Sonntagnachmittagen oder beim Schlitteln im Winter durften wir viele lustige Stunden mit ihm verbringen. Ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn lag ihm besonders am Herzen.

Eine grosse Arbeitserleichterung brachte unserem Dädi die neu erbaute Scheune, in die er im Herbst 1994 seine Tiere einstallen konnte. Ein Jahr vor seiner Pensionierung übergab er seinen Betrieb seinem Sohn Urs. Obwohl er kurz darauf die Diagnose Altersleukämie erhielt, konnte Urs weiterhin auf seine Hilfe und tatkräftige Unterstützung zählen. Im fortgeschrittenen Alter packte ihn noch sein Reisefieber. Das Fliegen mit der «Tante Ju» hat ihn so fasziniert, dass er unbedingt noch mit einem grossen Flugzeug ins Ausland verreisen wollte. Die Reise führte ihn nach Wien. Sein Wunsch, aufs Jungfraujoch zu fahren, erfüllte Dädi sich noch im letzten Sommer.

Nach jahrelanger Krankheit liessen seine Kräfte nun immer mehr nach. Trotzdem sah man ihn noch oft beim «Böschelen» oder im Stall. Doch in den letzten Wochen brauchte er immer mehr Hilfe.

Sein grösster Wunsch, mit seinem Rösli die goldene Hochzeit zu feiern, ist am 1. Mai in Erfüllung gegangen.

Die Tage danach brachten einen erstaunlichen Aufschwung seiner Kräfte. Am Freitag, 13. Mai, musste Dädi mit einer starken Lungenentzündung notfallmässig ins Spital Wil eingeliefert werden. Am Samstagabend wurde er im Beisein seiner Familie von seinen Leiden erlöst. (pd)

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