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Mehr Verdichtung in den bestehenden Bauzonen

JONSCHWIL. Der Gemeinderat von Jonschwil hat eine Teilrevision des Baureglements beschlossen, um den Trends in der Raumplanung Rechnung zu tragen. Mit einer Lockerung der Regelbauvorschriften soll eine innere Verdichtung und bauliche Weiterentwicklung der Dörfer angepeilt werden.

JONSCHWIL. Das Baureglement der Gemeinde Jonschwil ist seit Oktober 2006 rechtsgültig. Es gehöre zu den wichtigsten Erlassen auf kommunaler Ebene, hält der Gemeinderat in einer Mitteilung fest. Baureglemente würden langfristig wirken. Bis sich das Gesicht einer Gemeinde ändere, daure es Jahre und Jahrzehnte. Änderungen im Baureglement würden daher keine raschen Veränderungen bewirken.

Sukzessive Änderungen

In den vergangenen Jahren habe sich eine sukzessive Änderung bei der Raumplanung ergeben. Eine stärkere Zersiedlung habe stattgefunden. Der Wohnflächenbedarf pro Person habe stetig zugenommen. Mit einer eidgenössischen Volksabstimmung im März 2013 sei zudem eine Änderung des Raumplanungsgesetzes beschlossen worden, welche zum Ziel habe, die Zersiedelung zu reduzieren.

Höhere Anforderungen

Für Neu-Einzonungen müssten damit höhere Anforderungen erfüllt werden. Um trotzdem eine angemessene bauliche Entwicklung zu erreichen, strebt der Jonschwiler Gemeinderat eine Verdichtung bei den vorhandenen Bauzonen an. Mit einer Teilrevision des Baureglements möchte er nebst den Anpassungen an die Tendenzen in der Raumplanung auch eine Weiterentwicklung der Gemeinde fördern, die mit der heutigen Bau- und Bevölkerungsstruktur zusammenhängt. Die Gemeinde Jonschwil habe traditionell einen überdurchschnittlichen Bestand an Einfamilienhäusern. In diversen Einfamilienhausquartieren, die in den letzten Jahrzehnten entstanden, sei ein Generationenwechsel zu erwarten.

Damit würden sich folgende Stossrichtungen ergeben: An zentralen Lagen ist Wohnraum für die ältere Generation zu ermöglichen; in den Einfamilienhausquartieren bekommt die Sanierung und Erweiterung von Wohnraum eine grössere Bedeutung; mit der geplanten Anpassung von einzelnen Vorschriften wird es für Investoren und Privatpersonen finanziell attraktiver, kleinere und grössere Überbauungen zu planen.

Ausnützung erhöhen

Gestützt auf diese Stossrichtungen hat der Jonschwiler Gemeinderat nun eine Teilrevision des Baureglements beschlossen. Dabei werden die Ausnützungsziffern in den Kernzonen K2 und K3 vollständig aufgehoben. In den Wohnzonen W2a und W3 sowie in den Wohn- und Gewerbezonen WG2 und WG3 werden sie erhöht. Zusätzlich werden verschiedene Abstandsvorschriften reduziert. Bei den meisten Zonen wird eine Erhöhung der Gebäude- und Firsthöhe vorgenommen.

Er habe vor der Beschlussfassung über die Teilrevision mehrere Konsultationen durchgeführt, teilt der Gemeinderat weiter mit. Dabei habe er feststellen können, dass die Ortsparteien und der Gewerbeverein die Revision begrüssen und dass teilweise sogar noch weitere Liberalisierungen gefordert wurden. Das kantonale Amt für Raumentwicklung und Geoinformation halte in seiner Vorprüfung zum Reglement fest, dass die Änderungen in den Regelbauvorschriften im Ergebnis eine innere Verdichtung zur Folge haben werden.

Öffentliche Auflage

Zudem sei die Fachmeinung eines Raumplanungsbüros eingeholt, heisst es seitens des Gemeinderates Jonschwil. Dieses Gutachten komme zum Schluss, dass Jonschwil auch in Zukunft ein attraktiver Wohnstandort bleiben werde. Die Baureglementsrevision habe den Vorteil, dass sie neuen Besitzern grösseren Handlungsspielraum ermögliche. Das teilrevidierte Baureglement soll nun öffentlich aufgelegt und anschliessend dem fakultativen Referendum unterstellt werden. (pd)

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