Mehr Schulden erwartet

Der Voranschlag 2017 weist für die Mittelländer Gemeinde einen Ausgabenüberschuss von rund 1,8 Millionen Franken aus. Der Steuerfuss soll bei 4,5 Einheiten belassen bleiben.

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Trogens Gemeindehaushalt wird sich weiter verschulden. (Bild: Ralph Ribi (Trogen, 7. November 2014))

Trogens Gemeindehaushalt wird sich weiter verschulden. (Bild: Ralph Ribi (Trogen, 7. November 2014))

Im Voranschlag 2017 der Gemeinde Trogen wird in der Erfolgsrechnung ein Fehlbetrag von rund 150 000 Franken prognostiziert. Im Investitionsbudget beträgt der Ausgabenüberschuss rund 1,8 Millionen Franken. Der Gemeinderat hat gemäss einer Mitteilung beantragt, den Stimmberechtigten den Steuerfuss bei 4,1 Einheiten zu belassen. Insgesamt bewegen sich die Ressortzahlen im Rahmen des Vorjahres.

Wegen der Zunahme der Schülerzahlen muss ab Sommer 2017 jedoch eine weitere Schulklasse eröffnet werden. Dadurch liegt das Schulbudget über den Werten des Vorjahres. Aufwendungen im Sozialhilfebereich oder bei den Beiträgen an die Pflegefinanzierung basieren auf den heute bekannten Dossiers und sind deshalb schwer abzuschätzen, wie in der Mitteilung weiter zu lesen ist.

Der Voranschlag basiert auf einem Zuwachs der Steuererträge von 3,5 Prozent und auf einem unveränderten Steuerfuss von 4,1 Einheiten. Es wurden die Empfehlungen des Kantons respektive die Erfahrungswerte aus den letzten Jahren übernommen. Auch 2017 wird Trogen zu jenen Gemeinden gehören, die in den Finanzausgleich einzahlen müssen. Gemäss Prognosen des Departementes Finanzen geht der Voranschlag von einer Zahlungsverpflichtung von 30 000 Franken aus.

Fondsbezüge aus dem Eigenkapital

In der Erfolgsrechnung sind mehrere kleinere und zweckgebundene Fondsbezüge in den Bereichen Soziales und Sonderschule sowie Fonds Zukunft Trogen, Tourismus und Zellweger-La Nicca vorgesehen. Zusätzlich sollen zur Entlastung der Erfolgsrechnung dem Fonds MS 150 000 Franken entnommen werden. Die Investitionen belaufen sich 2017 auf voraussichtlich 1,87 Millionen Franken. Im Rahmen der Vorjahre bewegen sich die Aufwendungen für den Unterhalt und die Sanierung des Leitungsnetzes für Wasser und Abwasser von total 750 000 Franken. Ins Gewicht fallen die Projektierungskredite für die Schulraumerweiterung und die energetischen Massnahmen am Turnhallentrakt. Im Zusammenhang mit den bereits abgeschlossenen Staatsstrassensanierungen mit dem Anbau von Trottoirs wachsen die Anforderungen an die Bauamtsfahrzeuge für die Schneeräumung. Deshalb soll ein neues Kommunalfahrzeug angeschafft werden. Ein bisher im Einsatz stehendes Fahrzeug wird eingetauscht und am Kaufpreis angerechnet. Auch 2017 wird ein Kredit für Unterflurcontainer in den Voranschlag aufgenommen.

Investitionsplan der nächsten Jahre

Wegen der vorgesehenen Investitionen in den nächsten Jahren wird die Verschuldung des Gemeindehaushaltes zunehmen. Der Gemeinderat betrachtet die Entwicklung mit Sorge. Viele Investitionen sind fremdbestimmt, wie zum Beispiel die Beiträge an die Sanierung der Staatsstrassen. Diese Verpflichtungen hängen davon ab, wie der Kanton die Sanierung der einzelnen Strassenabschnitte etappieren wird. Auch die von den Stimmberechtigten bereits bewilligte Neugestaltung des Landsgemeindeplatzes kann zeitlich noch nicht bestimmt werden. Der Gemeinderat wird auf die Budgetphase 2018 die Finanzlage erneut beurteilen. (gk)

Über das Budget 2017 wird am 27. November abgestimmt. Am 3. November findet im Saal der «Krone» eine öffentliche Versammlung statt.