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Mehr Patienten an Privatkliniken

AUSSERRHODEN. Privatkliniken profitieren von der seit Anfang 2012 geltenden freien Spitalwahl: Die Anmeldungen seien um 15 bis 20 Prozent gestiegen, heisst es bei zwei Ausserrhoder Kliniken. Dies, obschon keine neuen Werbestrategien eingesetzt werden.
Roger Fuchs
Obschon die Privatkliniken seit dem 1.1.2012 mehr Patienten verzeichnen, sind auch beim Spitalverbund AR die Patientenzahlen stabil. (Bild: rf)

Obschon die Privatkliniken seit dem 1.1.2012 mehr Patienten verzeichnen, sind auch beim Spitalverbund AR die Patientenzahlen stabil. (Bild: rf)

Seit dem 1. Januar 2012 können Patientinnen und Patienten zur Behandlung oder Rehabilitation von Krankheiten unter jenen Spitälern und Kliniken frei wählen, die sich auf der Spitalliste des Wohnkantons finden. Mit jeder sich auf der Liste befindlichen Institution hat der Kanton Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. Diese zwar nicht uneingeschränkte, aber doch beachtliche freie Spitalwahl bringt es mit sich, dass Spitäler einem grösseren Konkurrenzdruck ausgeliefert sind. Um Patientinnen und Patienten anzuwerben, sind denn auch der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wie kürzlich ein Beitrag des Schweizer Fernsehens zeigte. Da gibt es doch tatsächlich Institutionen, die auf besonders freundliche Krankenschwestern setzen, auf Operationen mit Garantieschein oder auf ein umfassendes Essenscatering.

Ein dauernder Prozess

Spitäler und Privatkliniken in Appenzell Ausserrhoden sehen sich aufgrund des revidierten Krankenversicherungsgesetzes nicht genötigt, neue Werbestrategien einzuführen. Während der langjährigen Präsenz in der Ostschweiz habe man sich durch Qualität und Fachkompetenz einen Namen geschaffen, sagt Alexander Rohner, Direktor der Hirslanden Klinik am Rosenberg in Heiden. Die Attraktivität sicherzustellen, sei ein dauernder Prozess. Dass dies offenbar gelingt und auch eine positive Mund-zu-Mund-Propaganda vorherrscht, untermauert die steigende Zahl an Patientinnen und Patienten: Seit der Einführung der freien Spitalwahl verzeichnet die Hirslanden Klinik gemäss Rohner 15 bis 20 Prozent mehr Anmeldungen.

Ganz ähnlich tönt es in Teufen bei der Berit Klinik, welche ebenfalls eine Zunahme der Anmeldungen im selben Prozentbereich verzeichnen kann. «Die medizinische Leistung und die Zufriedenheit der Patienten ist unsere oberste Maxime», sagt Direktor Peder Koch. Zum Beweis der Zufriedenheit weist er auf das Ergebnis einer Patientenbefragung hin, welche in der ganzen Deutschschweiz durchgeführt wird. Seit drei Jahren seien sie, so Koch, bei der ärztlichen und pflegerischen Leistung sowie bei der Hotellerie an erster Stelle.

Um Qualität bieten zu können, ist es gemäss Peder Koch zentral, möglichst viele «Fälle» zu haben. «Wir konzentrieren uns nur auf Eingriffe am Bewegungsapparat und die nachgelagerte Rehabilitation», sagt der Berit-Direktor. Dadurch hätten die Ärzte eine grosse Routine in dem, was sie tun.

Keine Abwanderung spürbar

Mehr Patienten bei den Privatkliniken – bedeutet dies umgekehrt eine Abnahme an den Spitälern des Spitalverbundes Ausserrhoden, also an den Spitälern in Heiden und Herisau? «Nein, wir spüren keine Abwanderung», sagt Urs Kellenberger, CEO des Spitalverbundes AR. Nach wie vor sei der Zulauf zufriedenstellend. Es gäbe gar eine kleine, wenn auch nicht signifikante Steigerung an ausserkantonalen Patienten. Gemäss Kellenberger verdeutlicht dies, dass die Spitäler über die Kantonsgrenze hinweg wahrgenommen werden.

Als grossen Vorteil für die Spitäler des Spitalverbundes wertet Urs Kellenberger die hohe Zahl an Mitarbeitenden aus der Umgebung. Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende würden sich oftmals kennen, was sich positiv auf das Klima auswirke. Auch gibt es beim Spitalverbund mit Thomas Tinner einen Qualitätsverantwortlichen, und die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten werde laufend analysiert. Komplett neue Marketingmittel hat man auch beim Spitalverbund Ausserrhoden mit der Einführung der freien Spitalwahl nicht eingeführt.

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