Mehr Geld auch für Appenzeller Kantone

Die beiden Appenzeller Kantone profitieren vom guten Jahresabschluss 2016 der Schweizerischen Nationalbank. Eine Prognose zu künftigen Ausschüttungen ist schwierig.

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Die Appenzeller Kantone profitieren vom guten Abschluss der Nationalbank (Bild: GABRIELE PUTZU (KEYSTONE))

Die Appenzeller Kantone profitieren vom guten Abschluss der Nationalbank (Bild: GABRIELE PUTZU (KEYSTONE))

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erzielte im 2016 einen Gewinn von 24,5 Milliarden Franken. Folglich bekommen die Kantone eine höhere Ausschüttung als erwartet. Für Innerrhoden macht dies zusätzliche 900'000 Franken zu den für 2017 veranschlagten 1,3 Millionen Franken. Ausserrhoden kann heuer von der Nationalbank 1,8 Millionen Franken mehr erwarten als die im Voranschlag eingestellten 5,6 Millionen Franken.

«Die Erträge laufen ohne spezifische Zweckbindung in die Rechnung des Kantons ein», hält der Ausserrhoder Finanzdirektor Köbi Frei fest. Sein Innerrhoder Pendant, Säckelmeister Thomas Rechsteiner, sagt: «Das zusätzliche Geld von der Nationalbank dient uns in erster Linie dazu, den budgetierten Voranschlag auszugleichen.» Innerrhoden ging bei der Budgetplanung in der Erfolgsrechnung 2017 von einem Minus von 2,5 Millionen Franken aus. Ausserrhoden hingegen hat für das laufende Jahr einen Gewinn von 15 Millionen Franken veranschlagt.

Eine Einschätzung zur Zukunft der Nationalbankausschüttung sei angesichts des schwierigen Umfeldes kaum machbar, wie Rechsteiner sagt. Prioritäre Aufgabe der SNB sei es jedenfalls, für Preis- und Währungsstabilität zu sorgen, und nicht, Gewinne an die Aktionäre auszuzahlen. (rf)